Was haben der schiefe Turm von Pisa, das Kriegsschiff Vasa und die Passion Jesu gemeinsam?


Als ich ein Teenager war – vielleicht sogar noch etwas früher – gab es eine Sendung im Fernsehen, in der lustige Werbespots aus aller Welt gezeigt wurden. Schon damals ist mir aufgefallen, dass skandinavische Länder in dieser Sendung besonders häufig vertreten waren. Ein Eindruck, der durch das schwedische Fernsehen bestätigt wird. Natürlich gibt es auch unlustige Werbung, z. B. die tierisch nervigen Kampagnen von Siba und Media Markt (Siba ist auch ein Elektrohändler), die einen ähnlich anschreien wie Media Markt und Saturn in Deutschland. Außerdem gibt es sehr nüchterne Werbungen, die einem das Produkt erklären, oder solche, die ein warmes Gefühl zusammen mit der Werbebotschaft übermittlen wollen: Iss unsere neue fettreduzierte Margarine, dann geht es dir viel besser!

Aber es gibt eben im Vergleich zu Deutschland auch überdurchschnittlich viel wirklich lustige Werbung. Großartig ist die folgende der schwedischen bemanningsföretag (Zeitarbeitsfirma) Poolia.

– Schief? Findest du? Nee. Na gut, vielleicht ein bisschen. Aber er wird gerade wirken, wenn wir fertig sind.

– Was ich beim Kriegsschiff Vasa vorhabe, ist, zwei weitere Decks hinzuzubauen. So schaffen wir Platz für mehr Kanonen. Und vielleicht machen wir das Schiff noch ein wenig schmaler und höher.*)

– Das hier ist der neue Jünger, von dem ich erzählt habe.
– Ja, jetzt fragt ihr euch vielleicht, wer ich bin. Also, ich heiße Judas und ich war unheimlich glücklich, als Jesus mich kontaktiert hat.

Die falsche Personalbeschaffung kann Dich teuer zu stehen kommen. Wenn Du Hilfe brauchst, frag Poolia.

*) Die Vasa war eines der größten und am schwersten bewaffneten Kriegsschiffe seiner Zeit und der Stolz der schwedischen Flotte – bis es auf seiner Jungfernfahrt noch in Sichtweite Stockholms kenterte. Grund waren zahlreiche Konstruktionsfehler: Der Schwerpunkt des Schiffes war zu hoch, sein Rumpf zu schmal, die Kanonenluken zu nah an der Wasserlinie – der Baumeister hatte einfach zu hohe Ambitionen bei diesem Projekt.
Die Vasa wurde 1960 gehoben und kann heute in Stockholm im Vasamuseet besichtigt werden.

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