Sonntagsimpressionen


Jonas und ich sitzen, jeder mit seinem Laptop auf dem Schoß, auf der Terrasse. Dresscode: T-Shirt und Shorts, Sonnenbrille, barfuß. Das Thermometer in der Sonne zeigt fantastische 38°. Unrealistisch, aber über 20° sind es tatsächlich.

Heute nachmittag haben wir mit Nya Motettensemble und dem örtlichen Kirchenchor ein Konzert in unserer Dorfkirche.

Die Markise ist ausgefahren – Jonas hat angedroht, er würde sonst wieder reingehen, weils ihm zu warm wird. Nachbar Nr. 1 übt mit der kleinen Tochter Fahrradfahren. Ein Schmetterling flattert vorbei, ich hinterher, in der Hoffnung auf ein hübsches Bild.

Um halb drei müssen wir los, wir haben noch über ne Stunde…

Ein kleiner Fuchs

Nachbar Nr. 2 trägt abwechselnd Winterreifen in und Sommerreifen aus seinem Schuppen und guckt komisch, weil ich auf dem Bauch durchs Gras robbe. Die Flaggen hängen träge und lustlos an ihren Stangen.

Jonas vermisst ein kühlendes Lüftchen. Er hält es trotz Markise nicht mehr draußen aus und verkriecht sich nach drinnen an seinen Schreibtisch.

Das Nachbarkind von Nachbar Nr. 3, das im Winter im Schnee laufen gelernt hat, übt sich im Rennen. Nicht lustig, denn hier liegt noch überall Split rum. Eine Ameise krabbelt mein Bein hoch.

Jonas kommt herausgestürmt: „Wir haben die Zeitumstellung vergessen! Wir müssen los, jetzt!“ Vorbei ist’s mit der Sonntagsruhe…

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