Urlaub


Jetzt ist der Urlaub schon seit über einer Woche vorbei. Leider… Aber schön war’s! Wir brachen noch am Freitag auf, Annikas letztem Arbeitstag. Unser Großziel waren die Ålands, eine zu Finnland gehörende Inselgruppe in der Ostsee, die aber von Schweden bewohnt wird und deshalb bereits seit 90 Jahren sich sehr autonom selbst verwaltet. Die Fähre auf die Inselgruppe ging von Grisslehamn, eine Autostunde nördlich von Stockholm. Die Anreise dorthin konnten und wollten wir natürlich nicht am ersten Abend schaffen, deshalb steuerten wir zunächst Torsö an, eine Insel im Vänern etwa zwei Stunden von Zuhause. Wie herrlich, wenn der Urlaub quasi vor der Haustür anfängt und nicht erst 1000 km Anfahrt und eine Ostseeüberquerung anstehen!

Dort sind wir auf einen wunderschönen kleinen Campingplatz gefahren, der nur zu empfehlen ist, weil er außer einem Plumpsklo und einer Solardusche keine Infrastruktur bietet. Weil es so schön ruhig war – das normalerweise fast unhörbare Pfeifen unseres Gaskühlschrankes erschien uns nach der ersten Nacht unheimlich laut -, weil wir ein wenig Zeit zum durchatmen haben wollten, und weil das Wetter zum Baden einlud, blieben wir gleich noch eine zweite Nacht.

Im strömenden Regen ging es am Sonntag weiter Richtung Westen. Nach einem kurzen Einkaufsstopp in Laxå fuhren wir nach Örebro, das uns immerhin eine kurze Regenpause gönnte. Vermutlich lohnt sich die Stadt mit mehr Ruhe, aber an einem Sonntagnachmittag mit dunklen Regenwolken im Nacken wirkte sie doch etwas trostlos, daran konnte auch das nette Altstadtviertel-Freilichtmuseum Wadköping nicht viel ändern. Auf der Weiterfahrt durch Västerås kamen wir in einen riesigen Stau (unser erster in Schweden!), da die Autobahn aufgrund des Regens gesperrt werden musste. Das war dann auch das spektakulärste, was wir an diesem Tag erlebten.

Unsere Fähre auf die Ålands ging erst am Montagabend, genug Zeit also, um am nächsten Tag einen längeren Stopp im sonnigen und belebteren (Montag eben) Uppsala einzulegen und „im Vorbeigehen“ noch schnell ein spätnachmittägliches Bad zu nehmen, bevor wir auf die Fähre fuhren.

Nach kurzer Überfahrt (<2 Stunden) mit der MS Eckerö von Grisslehamn nach Eckerö kamen wir spät auf den Ålands an, zumal uns die Zeitverschiebung eine Stunde geklaut hatte. Aber dadurch, dass wir uns jetzt ganz westlich in der neuen Zeitzone befanden, war es bis weit nach Mitternacht noch „lesehell“ (ob es überhaupt noch dunkler geworden ist, wissen wir leider nicht, irgendwann muss der Mensch ja auch mal schlafen). Es reichte noch zu einem kurzen Begrüßungstrunk mit Annikas Mutter und Lebensgefährten, die aus der anderen Richtung die Ålands erreicht hatten. (Mehr über deren zweimonatige Reise um die Ostsee: Bonjourelfie.)

(Alle Karten sind von eniro.se.)

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