21. Dezember 2012 – Der Wichtel im Schaufenster (5)


Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4

Kapitel 5

Da hörte man ein Plumpsen hinter ihr. Der große Teddybär war zu Boden gefallen und als sie ihn wieder ins Regal stellen wollte, fand sie dort eine Wichtelpuppe. »Oh, hier ist ja noch eine Wichtelpuppe! Das muss die Puppe gewesen sein, die aus dem Schaufenster verschwunden ist. Die kann ich Ihnen günstig anbieten, denn seine Kleider sehen schon etwas schmuddelig aus.« Und so wurde Nusse erneut in eine Schachtel gelegt und als Paket verschnürt. Doch dieses Mal wollte er es selbst so. Er hatte den Teddybären absichtlich vom Regal geschubst, weil er gerne das Weihnachtsgeschenk für Svante werden wollte.

Als Svantes Mutter nach oben in die Stube kam, legte sie gleich ihrem Knaben das Päckchen aufs Bett. Svante riss eilig das Papier mit seinen fieberheißen Händen ab. Als er die Wichtelpuppe in der Hand hielt und sie ihm zuzwinkerte und lachte, war er so glücklich, dass auch er in Gelächter ausbrach. Seine Mutter war überglücklich. Eine ganze Woche lang hatte sie ihren kleinen Jungen nur wimmern und gar nicht mehr lachen gehört. »Jetzt wird Svante sicher wieder gesund«, dachte sie und entzündete alle Kerzen an dem kleinen Weihnachtsbaum auf dem Tisch und es wurde ein richtiger Heiliger Abend.

Mit jedem Tag ging es Svante besser. Als seine Mutter nach den Feiertagen wieder arbeiten musste, hatte Svante Nusse als Spielkameraden, der sich immer wieder neue Späße einfallen ließ.

Aber jeden Morgen, wenn Svante noch im Bett lag und schlief, kletterte Nusse hoch aufs Dach, setzte sich auf die Schornsteinkante und blickte über die Stadt in die Richtung, in der seine Heimat lag. Sein Heimweh wuchs mit jedem Tag.

Eines Morgens, als er so da saß, sah er eine große Krähe, die in der Nähe kreiste, als ob sie etwas suchte. Er stieß einen Pfiff aus und die Krähe kam sofort zu ihm geflogen. Als er erkannte, dass es eine der Krähen von zu Hause war, wurde er sofort etwas fröhlicher. Der Krähenvater erzählte, dass ihn der Wichtelvater in die Stadt geschickt hatte, um nach Nusse zu suchen und jetzt sollte Nusse sich sofort auf den Rücken der Krähe setzen und nach Hause kommen, denn der Krähenvater halte es nicht länger aus, von der seiner Frau und den Jungen getrennt zu sein. Doch Nusse wollte nicht sofort nach Hause, denn er wollte erst noch von Svante Abschied nehmen und dafür sorgen, dass Svante einen anderen Spielkameraden an seiner Stelle bekam…

»Du musst vier Tage warten«, sagte Nusse zu der Krähe. Da wurde der Krähenvater böse und wollte nach Hause fliegen, …

Kapitel 6

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Übersetzung von Brevlåda nach Elsa Beskows Erzählung Tomten i leksaksfönstret, die unseres Wissens bisher nicht auf Deutsch veröffentlicht wurde.

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2 Kommentare zu “21. Dezember 2012 – Der Wichtel im Schaufenster (5)”

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