Mehr Licht!


Wir wohnen in einem wunderschönen Haus mit nach Süden hin offenem Grundstück und nur wenigen Metern bis zum See. Leider heißt das aber nicht, dass wir auf unserem Grundstück bisher besonders viel von See oder Sonne gesehen hätten, denn zwischen uns und dem See liegt ein Wald und am Zaun zu unserem Nachbarn O. ist seit vielen Jahren nicht mehr gemäht worden, so dass eine ungefähr 10 Meter hohe „Hecke“ aus Birken, Kiefern und anderen Bäumen den Blick nach Süden versperrt. Am Seeblick können wir leider nicht viel ändern, denn der Wald ist ein Naturschutzgebiet und wird wohl so schnell nicht gerodet, aber die Hecke wurde nun ordentlich gestutzt. (Annika nennt die „Hecke“ übrigens hartnäckig „Wald“.)

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Die Einfahrt zu unserem Haus im letzten Jahr. Links die etwas überdimensionierte Hecke.

Angefangen hat das ganze vor ein paar Wochen, als wir nach Hause kamen und O.s bislang völlig eingewachsenes Haus auf einmal von der Straße aus sichtbar war. Wir trafen O. in voller Motorsägemontur einige Äste auf ein großes Feuer werfend. Bisher haben wir O. nur selten gesehen und noch weniger mit ihm geredet, die Bäume wirkten irgendwie auch wie eine Kontaktsperre. Nun stellte sich heraus, dass er noch nicht besonders viel länger in seinem Haus wohnt als wir in unserem und dass er es von seinem Großvater geerbt hat. Der hatte sich schon lange nicht mehr um den Garten gekümmert und nun will O. endlich mal wieder aufräumen – was auch die Bäume zwischen unseren Häusern mit einschloss.

Beflügelt von der Aussicht auf mehr Licht habe ich dann am vorletzten Wochenende angefangen, einige kleine Bäume zu fällen und Triebe abzuscheneiden. Da ich weder eine Motorsäge habe noch damit umgehen kann, musste ich alles von Hand machen, so dass die wirklich großen Lichträuber erst noch stehen blieben. Auf das Ergebnis war ich trotzdem ein wenig stolz und Muskelkater hatte ich einige Tage.

Ergebnis eines halben Tags mit Säge und Astschere – Danach hatte ich Muskelkater.
Ergebnis eines halben Tags mit Handsäge und Astschere.

Als wir dann gestern von unserem Ausflug nach Ulricehamn zurückkamen, qualmte es in O.s Garten und einige Bäume waren nicht mehr da. Heute sollte es weitergehen, und so sind wir direkt nach dem Frühstück rausgegangen, um O. zu helfen. Der war aber noch nicht zu sehen und so machten wir uns erst einmal daran, die Böschungen der Einfahrt von Birkentrieben und den Weg vom liegengebliebenen Herbstlaub zu befreien. Irgendwann tauchte er dann auf und jetzt steht auf der Grundstücksgrenze nur noch eine Eiche, die auch bleiben soll, und eine Kiefer, die völlig in den Zaun eingewachsen ist und erst davon befreit werden muss, bevor sie gefällt werden kann.

Auch wenn wir beim Fällen und Entasten nicht so viel machen konnten, war O. sehr froh über die Hilfe beim Aufräumen und Verbrennen der kleineren Äste und wir sind überglücklich, dass wir jetzt viel mehr Sonne kriegen und es hoffentlich spürbar heller im Haus wird.

Das vollbrachte Tagwerk. Gestern morgen standen
Das vollbrachte Tagwerk. Gestern morgen stand rechts im Bild  noch ein halber Wald.
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