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Wir haben ein Gästezimmer


Letzte Woche haben wir im Uni-Schwedischkurs, den wir parallel zum Konversationskurs an der VHS machen, eine neue Vokabel gelernt: svårt. Auf den ersten Blick bedeutet diese Vokabel „schwierig, schwer“, aber unsere Schwedischlehrerin machte uns auf einen typisch schwedisch-deutschen Mentalitätsunterschied aufmerksam. Wenn „der Schwede an sich“ sagt: „Det ska bli svårt“ dann meint er damit nicht: „Das wird schwierig (…aber irgendwie bekomme ich das schon hin)“ sondern „Das ist unmöglich (…aber ich sage trotzdem, es sei nur „schwierig“, um mein Gegenüber nicht zu verärgern oder zu entmutigen)“.

Da unsere Schwedischlehrerin aus Göteborg stammt, haben wir sie neulich nach der Stunde gefragt, wie und wo man in Göteborg am besten nach einer Wohnung sucht, vielleicht weiß sie da mehr als wir mit unserer Netzrecherche rausfinden können oder vielleicht kennt sie ja jemanden, der jemanden kennt… Nun ja, ihre Antwort lautete: „En lägenhet i Göteborg? Det ska bli svårt.“

Deshalb werden wir wohl unsere Wohnungssuche weit über die Stadtgrenzen hinaus ausdehnen (müssen) – was uns vom Prinzip her aber gar nicht so unsympathisch ist, weil wir zwei Landeier nach sechs bzw. acht Jahren in Karlsruhe gerne auch wieder etwas außerhalb wohnen würden. Das ist allerdings auch eine Frage der Definition von „außerhalb“, denn in den Orten, die gut mit dem ÖPNV an Göteborg angeschlossen, sieht es auch ziemlich „svårt“ aus, was den Wohnungsmarkt angeht und so werden wir vermutlich ein zweites Auto brauchen. Nun wäre es ja aber geradezu eine Verschwendung, sich ein zweites Auto anzuschaffen, mit dem man nur rumfahren könnte und so haben wir uns gedacht, dass ein Auto, das auch noch andere Zwecke als nur „rumfahren“ erfüllen könnte, keine schlechte Idee wäre. Tja, was soll ich lange reden, hier ist das Ergebnis:

Nach zweimaliger Besichtigung, genauem Rechnen und langem Abwägen der Vor- und Nachteile haben wir gestern den Kaufvertrag für diesen knuffigen Carthago Malibu von 1995 unterschrieben.

Wer mich etwas länger kennt, wird über diesen Schritt wahrscheinlich wenig überrascht sein, schließlich habe ich essen, sitzen, laufen und Kissenschlachten mit meinem Bruder im Wohnmobil gelernt und die ersten 17 Jahre meines Lebens ungefähr… jede Ferien im Wohnmobil verbracht.

Nun haben wir zwar noch keine Wohnung in Göteborg, aber immerhin schon mal ein Gästezimmer – und das ganz mietfrei, weil Eigentum! Noch steht es zwar nicht vor unserer Karlsruher Haustür, weil wir erst noch Anmeldung etc. erledigen müssen, aber in den Pfingstferien wird es bei der Wohnungssuche in und um Göteborg eingeweiht werden.

Und irgendwie bin ich auch ein bisschen stolz auf uns: obwohl wir ja bekanntermaßen ziemlich entscheidungsunlustig sind, war die Suche nach und Entscheidung für dieses Prachtstück ganz und gar nicht svårt, sondern allenfalls „klurig“ – knifflig, aber nicht unmöglich.

Es wurde entschieden


Zur Feier des Tages gleich noch ein zweites Posting von meinereiner. Es gibt ja ein paar Dinge im Leben, die man ungefähr so gerne mag wie Zahnschmerzen. Dazu zählen bei mir: das Warten auf ungewisse Dinge, die zu einem ungewissen Zeitpunkt in der Zukunft möglicherweise eintreten werden und Entscheidungen treffen.

Jonas hat die Welt ja bereits davon in Kenntnis gesetzt, dass unser Ziel ab sofort Göteborg heißt. Man kann jedoch nicht wirklich behaupten, dass es unsere Entscheidung war, auch wenn es gut so für uns ist. Worst-case-Szenario in diesem elend langen Entscheidungs- und Bewerbungsprozess wären sicherlich drei Studienplatzabsagen gewesen. Allerdings wäre der zweitschlimmste Fall für mich der gewesen, drei Zusagen zu bekommen und dann eine Entscheidung treffen zu müssen. (Jonas‘ Ego wäre dann zwar wahrscheinlich explodiert, aber das nur am Rande…). Zugegebenermaßen hatte ich mich etwas auf Piteå eingeschossen (auch, weil wir uns dort die besten Chancen auf eine Studienplatz für Jonas ausgerechnet hatten), aber es wäre gelogen zu sagen, dass ich jetzt enttäuscht bin – schließlich hatten wir ja von Anfang an nur gute Alternativen im Rennen. Entscheidungsfaule Menschen wie ich freuen sich dann eben darüber, dass sie keine Entscheidung treffen müssen, weil das Schicksal – oho, großes Wort! nennen wir es besser: das Bewerber-Studienplatzverhältnis – ihnen diese abnimmt.

Juhuu!

Und nicht zuletzt bin ich wahnsinnig erleichtert, dass das zermürbende ungewisse Warten endlich vorbei ist und wir wissen, wohin es geht. Das heißt, wir können jetzt endlich konkreter unseren Pfingsttrip organisieren, eine Wohnung suchen, den Arbeitsmarkt checken, den Umzug planen und – uns freuen. So richtig konkret freuen und nicht nur so irgendwie diffus auf etwas freuen, von dem man gar nicht weiß, was es ist.

Aber es gibt noch mehr gute Nachrichten am heutigen Tage: Da es ja jetzt keine drei Monate mehr sind, bis mein aktueller Arbeitsvertrag ausläuft, habe ich mich heute arbeitslos gemeldet. Das an sich ist ja jetzt noch keine gute Nachricht, aber ich hatte eine nette und kompetente Sachbearbeiterin. Dank der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU darf man ja sein Arbeitslosengeld auch in einem anderen als dem Heimatland beziehen. Allerdings ist man normalerweise verpflichtet, zu Beginn der Arbeitslosigkeit erstmal vier Wochen in Deutschland zu bleiben und hier nach Arbeit zu suchen. Für mich hätte das bedeutet, noch bis Ende August hier untätig rumzusitzen (wahrscheinlich hätte ich das nicht gemacht, sondern wäre trotzdem Anfang August mit Jonas umgezogen und hätte dann auf das Geld verzichtet). Aber ich hatte glücklicherweise eine Sachbearbeiterin, der ich nicht lange erklären musste, dass ich als Lehrerin während der Sommerferien hier kaum einen Job finden werde, sondern stattdessen sinnvollerweise bis zum Schuljahresbeginn in Schweden (um den 20. August) bereits umgezogen bin. Und so darf ich mit Sonderrregelung ab dem ersten Tag der Sommerferien Deutschland verlassen und mein Arbeitslosengeld mitnehmen, was es sicherlich die ersten Wochen in Schweden ein wenig leichter machen wird.

Und noch ne gute Nachricht: Ich war (vorerst zum letzten Mal in Deutschland) beim Zahnarzt. Und er hat gar nicht gebohrt.

Noch 99 Tage…


Seit Tagen (Wochen) habe ich mich darauf gefreut, ja, regelrecht darauf hingefiebert, den „Kistenpacken-minus-100-Tage-Artikel“ zu schreiben. Der wäre am gestrigen Karfreitag fällig gewesen. Durch netten Familienbesuch hatten wir aber tatsächlich gestern Besseres zu tun als hier zu posten und ärgerten uns stattdessen, dass wir bei sommerlichen 27° C (hallo?! Am 22. April?!) am vollen Baggersee keine Badesachen dabei hatten. Wird Zeit, dass wir nach Schweden kommen – wenn ich dran denke, dass wir (immer)noch 99 Tage lang dieses schwülwarme und stickige Karlsruher Klima ertragen müssen, nehme ich gerne in Kauf, dass wir uns nächstes Jahr um diese Zeit gerade erst darüber freuen werden, dass die Schneedecke langsam abtaut und die Flüsse nicht mehr begehbar sind (zumindest wenn es mit Piteå klappt).

Wir versüßen uns das Warten

Meine Runde durch die Blogs von Gleichgesinnten hat uns heute dazu inspiriert, dammsugare (Staubsauger) zu „backen“. Das Rezept dazu kam von Lussekatts Blogg. Backen ist allerdings das falsche Wort, da das wichtigste Utensil während der Zubereitung der Kühlschrank bzw. das Eisfach ist, weil sonst grün gefärbte Marzipanmasse und unappetitlich-appetitlich braune Schoko-Keks-Pampe schwer zu verarbeiten sind. Nichtsdestotrotz hatten wir unglaublich viel Spaß bei der Sache… :-)

Hier ein paar Impressionen:

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Da wir schon während der ganzen Aktion immer wieder genascht haben unsere Finger von Marzipan und Schokopampe befreit haben, war uns am Schluss leider nicht mehr danach, auch nur eines der appetitlichen Dinger am Stück zu essen. Aber morgen dann, am Ostersonntag…

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Nachtrag:

Der Ostersonntagsfrühstückstest: lecker!

Ich bin Master…


Zu erklären, was ich wie, mit welchen Zusatzprüfungen, Schwerpunkten und Ergänzungsqualifikationen studiert habe, fällt mir ja schon in Deutschland nicht immer leicht – zumindest wenn ich es jemandem erklären soll, der nicht etwas Ähnliches studiert hat.

Im August letzten Jahres habe ich versucht, meine Studienzeit in ein Formular des schwedischen Högskoleverkets („Hochschulwerk“) zu pressen, das für die Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse zuständig ist. Vier Monate später, so um die Jahreswende, erhielt ich dann ein ziemlich edel aussehendes Stück Papier mit Prägedruck und allem Drum und Dran, das auch fast alle meine Abschlüsse auf schwedisch auflistete und erklärte, welche schwedischen Studienabschlüsse dazu äquivalent sind. Leider fehlte ein Teilstudium völlig und so habe ich das Högskoleverk gebeten, das Anerkennungsschreiben nochmal zu überarbeiten.

Nach weiteren drei Monaten erhielt ich jetzt ein neues „Utlåtande“, das viel ausführlicher als die erste Version meine Studiengänge auflistet und zudem meinen Studienabschluss (Staatsexamen) nicht mehr als schwedisches Magisterexamen (vierjährig) sondern als schwedisches Masterexamen (fünfjährig) anerkennt. Kurioserweise fehlt dafür jetzt in der Überschrift mein zweites Hauptfach, obwohl es im „Kleingedruckten“ korrekt genannt und beschrieben ist. Ich weiß noch nicht, ob ich jetzt nochmal reklamiere oder es so hinnehme wie es ist; es würde wohl auf jeden Fall wieder weitere 3-4 Monate dauern, wenn es nochmal überarbeitet wird und dann sind wir ja schon vielleicht schon in Schweden…

Sinn dieses Anerkennungsverfahrens ist es, schwedischen Arbeitgebern bei einer Bewerbung etwas in die Hand geben zu können, das von glaubwürdiger Seite bestätigt, dass man ein abgeschlossenes Studium hat und welchem schwedischen Abschluss dieses entspricht. Da ja jetzt der ganz komfortable Einstieg in den schwedischen Arbeitsmarkt über den DAAD voraussichtlich nicht klappt, habe ich mich umso mehr gefreut, dass mein Abschluss jetzt gegenüber der ersten Version „upgegradet“ wurde.

Ade, DAAD…


Der interessierte Leser wird sich vielleicht erinnern, dass ich seit Oktober ein Bewerbungsverfahren beim DAAD, dem Deutschen Akademischen Auslandsdienst, am Laufen habe. Konkret geht es dabei um ein einjähriges Stipendium als Sprachassistentin an einer schwedischen Uni. Nachdem ich im Februar eine von neun Bewerberinnen war, die zum Vorstellungsgespräch nach Bonn eingeladen wurden, kam Anfang März bereits die Nachricht, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die den Unis in Stockholm, Göteborg und Uppsala vorgeschlagen wurden – allerdings waren zu diesem Zeitpunkt immer noch mehr Bewerber als Plätze im Rennen.

Seither wartete ich also tagtäglich auf eine Nachricht. Nun siegte schließlich die Ungeduld und ich habe beim DAAD angerufen. Die Überschrift mag die Pointe bereits vorweggenommen haben, aber die Auskunft war leider negativ. Das Verfahren ist jetzt abgeschlossen und ich gehöre nicht zu den dreien, denen eine solche Stelle vergönnt war. Es besteht zwar noch eine minimale Chance, dass jemand abspringt und ich dann nachrücke, aber davon kann man wohl nicht ausgehen, so hart umkämpft wie die Stellen sind.

Naja, eine positive Seite hat diese Absage jedoch: zumindest der unbequeme Fall, dass ich in einer anderen Stadt angenommen werde als Jonas und wir uns mit der unangenehmen Entscheidung herumschlagen müssen, wohin wir ziehen, kann jetzt nicht mehr eintreten. Jetzt wird also Jonas‘ Studienplatzzusage entscheiden, ob es Stockholm, Göteborg oder Piteå wird. Im Mai erfahren wir mehr…

Und ich werde jetzt eben auf dem klassischen Weg nach einem Job suchen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung lag heute im Briefkasten, aber davon später…

Sprich mal Schwedisch!


Immer wieder werden wir von schwedenbegeisterten oder -interessierten Freunden gefragt, ob wir nicht eine Empfehlung für einen Sprachkurs hätten.* Neben den Heimkursen der großen Verlage, die jeder für sich selbst ergoogeln oder in der örtlichen Stadtbücherei ausleihen mag und die ich nicht fundiert beurteilen kann, weil ich sie zuwenig kenne, kann ich eine Website besonders empfehlen: Sprich mal schwedisch. Hier findet sich ein kostenloser Anfängersprachkurs zum Anhören und runterladen als Podcast, der regelmäßig um weitere Lektionen erweitert wird und sowohl Grammatik und Aussprache als auch Landeskunde berücksichtigt. Zu jeder Lektion gibt es außerdem ein kurzes PDF-Skript sowie Übungsmaterial. Besonderen Charme verbreitet dieser unkommerzielle und unkonventionelle Sprachkurs durch seinen in Berlin lebenden schwedischen Moderator Joakim und dessen besondere Affinität zu den „bööööööööösen unregelmäßigen Verben“.

Dieser Sprachkurs eignet sich sowohl für Schweden-Neulinge, die bei Schweden noch vor allem an Elche, Knäckebrot und Möbelhäuser denken, als auch für eingefleischte „Schwedonisten“, denn der Kurs ist jenseits seines Lehrwerts durchaus auch sehr unterhaltsam.

*Gruß nach Schnaitheim! :-)

Frühlingserwachen und Frühjahrsmüdigkeit


Seit etwa einer Woche blühen in Karlsruhe die Forsythien und beim gestrigen Spaziergang durch die nahegelegene Schrebergartensiedlung fiel uns erstmalig in diesem Jahr die Blütenpracht dort auf. Gerade kommen auch die ersten grünen Blätter an den Bäumen raus. Und auch wenn uns das Konzept „Schrebergarten“ eher fernliegt, so stehen wir doch dazu, „visuelle Schmarotzer“ zu sein und uns über die Arbeit zu freuen, die andere dort leisten… :-)

Vor zwei Wochen waren in Stockholm ja noch Eisschollen auf Mälar- und Ostsee und ich freue mich darauf, in genau einem Jahr zu schreiben, wie weit die Natur dann in Stockholm, Göteborg oder Piteå ist.

Mit dem Frühlingsanfang vor 9 Tagen hat jetzt übrigens auch die Zeit begonnen, in der die Tage in Schweden länger sind als in Deutschland. Zum Vergleich hier die Dauer von Sonnenauf- bis -untergang für den heutigen Tag in
Karlsruhe: 12 h 47 min
Stockholm: 13 h 07 min
Piteå: 13 h 26 min

Also bereits jetzt rund 40 Minuten Unterschied zwischen Karlsruhe und Piteå. Und die tatsächliche (also astronomisch exakte) Tag- und Nachtgleiche war doch gerade erst vor zwei Wochen, nämlich dieses Jahr am 17. März, wie man ebenfalls hier errechnen kann.

Mit dem Frühlingsanfang einher geht leider auch immer die lästige Zeitumstellung – nicht, dass ich ein Gegner der Sommerzeit wäre, aber die Stunde Schlafraub am Wochenende merke ich auch heute, am Mittwoch, noch. Die letzten Jahre hatte ich das Problem nicht, aber da fiel die Umstellung ja auch immer in die Semesterferien…

Schwedischkurs


Nachdem ich bedingt durch Studienabschluss und Berufseinstieg etwa ein Jahr lang keinen Schwedischkurs mehr besucht habe – nichtsdestotrotz habe ich zuhause weiter Vokabeln gelernt – war ich letzten Dienstag endlich mal wieder in einem Kurs (ohne Jonas, der war ja in Stockholm). Auf den Konversationskurs der Volkshochschule wurden wir bei einem Konzert des schwedischen Folk-Ensembles Triakel im Tollhaus Karlsruhe aufmerksam, als wir in der Pause zufällig mit der Kursleiterin ins Gespräch kamen. Da wir uns mit ihr direkt auf schwedisch unterhalten konnten, lud sie uns zu ihrem Konversationskurs ein.

Es war die zweite Stunde in diesem Semester, ich habe also nur einen Termin verpasst. Im Kurs waren nur sechs Teilnehmer und das Thema diese Woche  – Überraschung – die Situation in Japan. Ausgehend davon standen dann aber auch Wortschatzarbeit in Sachen Energie, Wahlkampf und eine Diskussion über Mentalitätsunterschiede auf dem Programm. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Nächste Woche kommt Jonas dann auch mit in den Kurs…

Was bisher geschah…


Da wir auf unserem Weg nach Schweden ja schon Stück zurückgelegt haben, bevor die Idee zu diesem Blog entstand, hier ein kurzer Rückblick:

Vor 2008: Wir träumen beide davon, irgendwann mal eine längere Zeit im Ausland zu verbringen.

08/2008: Jonas betritt zum ersten Mal schwedischen Boden. Aus „Ausland“ wird „Schweden“. Als frühestmöglichen realistischen Termin für einen Umzug sehen wir Jonas‘ Bachelorabschluss, also Sommer 2011.

10/2008: Wir belegen Schwedisch I an der Uni.

04/2009: Schwedisch II

08/2009: Rundreise durch Südschweden

10/2009: Schwedisch III

Jonas beginnt, Universitäten für seinen Master zu suchen. Die Hochschulen in Stockholm, Göteborg und Piteå klingen spannend und bieten passende Studiengänge in Komposition an.

09/2010: Erste Vorstellungsgespräche bei den Profs in Schweden und jeweils einwöchiger Aufenthalt in den drei Städten. Außerdem Besuch bei verschiedenen EURES-Beratern. Besonders Piteå (A) überzeugt uns in Sachen Studien- und Wohnqualität.

10/2010: Ich schicke dem DAAD meine Bewerbung für eine Stelle als Sprachassistentin ab Herbst 2011.

12/2010: Der DAAD antwortet mit einer Einladung zum Bewerbungsgespräch.

01/2011: Jonas schickt seine Bewerbungsunterlagen an die Hochschulen und studera.nu, die zentrale Seite für alle schwedischen Hochschulen, Studiengänge und Gasthörerkurse. (Wenn ich daran denke, dass die Uni Karlsruhe seinerzeit bis zu drei verschiedene Plattformen unterhalten hat, auf denen man sich zu den Seminaren anmelden musste…)

02/2011: Ich fahre zum Vorstellungsgespräch beim DAAD in Bonn. Für die drei Stellen in Schweden (Stockholm, Göteborg, Uppsala) gibt es noch 9 weitere Bewerber.

03/2011: Post vom DAAD: Ich habe zwar keine Stelle bekommen, bin aber auch noch nicht aus dem Rennen. Es gibt nämlich mehr geeignete Bewerber als Stellen. Das Warten geht also weiter…