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Frühlingserwachen und Frühjahrsmüdigkeit


Seit etwa einer Woche blühen in Karlsruhe die Forsythien und beim gestrigen Spaziergang durch die nahegelegene Schrebergartensiedlung fiel uns erstmalig in diesem Jahr die Blütenpracht dort auf. Gerade kommen auch die ersten grünen Blätter an den Bäumen raus. Und auch wenn uns das Konzept „Schrebergarten“ eher fernliegt, so stehen wir doch dazu, „visuelle Schmarotzer“ zu sein und uns über die Arbeit zu freuen, die andere dort leisten… :-)

Vor zwei Wochen waren in Stockholm ja noch Eisschollen auf Mälar- und Ostsee und ich freue mich darauf, in genau einem Jahr zu schreiben, wie weit die Natur dann in Stockholm, Göteborg oder Piteå ist.

Mit dem Frühlingsanfang vor 9 Tagen hat jetzt übrigens auch die Zeit begonnen, in der die Tage in Schweden länger sind als in Deutschland. Zum Vergleich hier die Dauer von Sonnenauf- bis -untergang für den heutigen Tag in
Karlsruhe: 12 h 47 min
Stockholm: 13 h 07 min
Piteå: 13 h 26 min

Also bereits jetzt rund 40 Minuten Unterschied zwischen Karlsruhe und Piteå. Und die tatsächliche (also astronomisch exakte) Tag- und Nachtgleiche war doch gerade erst vor zwei Wochen, nämlich dieses Jahr am 17. März, wie man ebenfalls hier errechnen kann.

Mit dem Frühlingsanfang einher geht leider auch immer die lästige Zeitumstellung – nicht, dass ich ein Gegner der Sommerzeit wäre, aber die Stunde Schlafraub am Wochenende merke ich auch heute, am Mittwoch, noch. Die letzten Jahre hatte ich das Problem nicht, aber da fiel die Umstellung ja auch immer in die Semesterferien…

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Schwedischkurs


Nachdem ich bedingt durch Studienabschluss und Berufseinstieg etwa ein Jahr lang keinen Schwedischkurs mehr besucht habe – nichtsdestotrotz habe ich zuhause weiter Vokabeln gelernt – war ich letzten Dienstag endlich mal wieder in einem Kurs (ohne Jonas, der war ja in Stockholm). Auf den Konversationskurs der Volkshochschule wurden wir bei einem Konzert des schwedischen Folk-Ensembles Triakel im Tollhaus Karlsruhe aufmerksam, als wir in der Pause zufällig mit der Kursleiterin ins Gespräch kamen. Da wir uns mit ihr direkt auf schwedisch unterhalten konnten, lud sie uns zu ihrem Konversationskurs ein.

Es war die zweite Stunde in diesem Semester, ich habe also nur einen Termin verpasst. Im Kurs waren nur sechs Teilnehmer und das Thema diese Woche  – Überraschung – die Situation in Japan. Ausgehend davon standen dann aber auch Wortschatzarbeit in Sachen Energie, Wahlkampf und eine Diskussion über Mentalitätsunterschiede auf dem Programm. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Nächste Woche kommt Jonas dann auch mit in den Kurs…

Was bisher geschah…


Da wir auf unserem Weg nach Schweden ja schon Stück zurückgelegt haben, bevor die Idee zu diesem Blog entstand, hier ein kurzer Rückblick:

Vor 2008: Wir träumen beide davon, irgendwann mal eine längere Zeit im Ausland zu verbringen.

08/2008: Jonas betritt zum ersten Mal schwedischen Boden. Aus „Ausland“ wird „Schweden“. Als frühestmöglichen realistischen Termin für einen Umzug sehen wir Jonas‘ Bachelorabschluss, also Sommer 2011.

10/2008: Wir belegen Schwedisch I an der Uni.

04/2009: Schwedisch II

08/2009: Rundreise durch Südschweden

10/2009: Schwedisch III

Jonas beginnt, Universitäten für seinen Master zu suchen. Die Hochschulen in Stockholm, Göteborg und Piteå klingen spannend und bieten passende Studiengänge in Komposition an.

09/2010: Erste Vorstellungsgespräche bei den Profs in Schweden und jeweils einwöchiger Aufenthalt in den drei Städten. Außerdem Besuch bei verschiedenen EURES-Beratern. Besonders Piteå (A) überzeugt uns in Sachen Studien- und Wohnqualität.

10/2010: Ich schicke dem DAAD meine Bewerbung für eine Stelle als Sprachassistentin ab Herbst 2011.

12/2010: Der DAAD antwortet mit einer Einladung zum Bewerbungsgespräch.

01/2011: Jonas schickt seine Bewerbungsunterlagen an die Hochschulen und studera.nu, die zentrale Seite für alle schwedischen Hochschulen, Studiengänge und Gasthörerkurse. (Wenn ich daran denke, dass die Uni Karlsruhe seinerzeit bis zu drei verschiedene Plattformen unterhalten hat, auf denen man sich zu den Seminaren anmelden musste…)

02/2011: Ich fahre zum Vorstellungsgespräch beim DAAD in Bonn. Für die drei Stellen in Schweden (Stockholm, Göteborg, Uppsala) gibt es noch 9 weitere Bewerber.

03/2011: Post vom DAAD: Ich habe zwar keine Stelle bekommen, bin aber auch noch nicht aus dem Rennen. Es gibt nämlich mehr geeignete Bewerber als Stellen. Das Warten geht also weiter…