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Erkenntnisse und Widersprüche


Ich lerne gerade viel. Über Schweden und die Welt. Über mich selbst. Wie tief es in meiner Erziehung sitzt, dem Staat ein gesundes Misstrauen entgegenzubringen (und ich bin ein vertrauensseliger Mensch…). Darüber, was es heißt, diametral anders zu denken, als die Menschen um einen herum.

Ich versuche, ein paar zugängliche Kollegen mit Argumenten zu erreichen, warum das Agieren unserer Regierung und der Folkhälsomyndighet problematisch ist: Dass hier Risiken eingegangen werden, die völlig unverantwortlich sind; dass es Experten gibt, die schon seit Wochen und Monaten vor Untätigkeit warnen; dass andere Länder uns warnen; dass es einen Unterschied gibt zwischen Facebook-Gerüchten und seriösen Wissenschaftlern, die in der Presse eine öffentliche Debatte zu führen versuchen. Die meisten gucken mich schief an, als ob ich ein Flat Earther wäre. Andere stimmen mir sofort zu und regen sich mit mir zusammen auf. Dabei mache ich immer wieder die gleiche Beobachtung: Fast alle, die das schwedische Agieren mit Sorge betrachten, haben irgendeinen familären Kontakt ins Ausland, sind dort geboren, haben Eltern oder Partner aus anderen Ländern, sind gut darüber informiert, wie man außerhalb Schwedens die Pandemie bewertet. Die „reinen“ Schweden vertrauen auf ihre Folkhälsomyndighet. Was soll man denn sonst machen?

Seit gestern abonniere ich das Svenska Dagbladet, eine der größten und seriösesten schwedischen Tageszeitungen. Ich glaube, dass diese zu mir ungefähr so gut passt wie die FAZ, aber im Moment bietet sie Forschern ein großartiges Forum für eine öffentliche Debatte. Beide Seiten werden gehört und publizieren Kommentare, Aufrufe und öffentliche Briefe. Das unterstütze ich. Gerade diese Debatte wird hier nämlich von Seiten der Folkhälsomyndighet unterdrückt, indem man andere Stimmen diskreditiert und vor allem die eigenen Daten nicht öffentlich macht – in Schweden, dem Land des Öffentlichkeitsprinzips. Daher fordert eine Gruppe von Forschern, die gerade gegen das Informationsmonopol der Folkhälsomyndighet ankämpft, dass eine Expertengruppe eingesetzt werden muss, die als zweite Stimme die Regierung berät, zusammen mit der öffentlichen Behörde.

Gerade habe ich diesen Artikel gelesen, der eine Beobachtung analysiert, die ich bisher nur in Teilen begriffen habe. Denn es ist faszinierend, wie weit ein guter Teil der Bevölkerung geht, um den Empfehlungen der Fölkhälsomyndighet zu folgen: Kratzen im Hals? Dann bleibe ich mal lieber zu Hause. Am morgen gehustet? Drei Tage nicht zur Schule gehen. Hände waschen? Bis die Haut weg ist. Vielleicht braucht es in Schweden keine ganz so drastischen Maßnahmen, weil man sich wirklich an die Vorgaben hält; weil man ja der Behörde vertraut. Zu einhundert Prozent.

Oder?

Die Folkhälsomyndighet rät bisher von kaum einer Einschränkung des öffentlichen Lebens ab. Trotzdem sind die Innenstädte deutlich leerer als sonst, die Kinos geschlossen, in den Restaurants sitzt fast niemand. Man geht kaum noch ins Fitnesstudio, arbeitet schon seit letzter Woche von zu Hause, obwohl die Empfehlung erst vor einigen Tagen kam. Manche Freischulen machen dicht. Natürlich gibt es auch die anderen, die nicht auf ihr Après-Ski halt nicht verzichten oder es als ältere Mitbürger alleine zu Hause einfach nicht aushalten.

Warum gehen nun trotz aller Vertrauensbekundungen so viele Schweden viel weiter in ihren Taten, als es die Folkhälsomyndghet ihnen empfiehlt? Weil man mehr Rücksicht auf die Schwachen in der Gesellschaft nimmt als anderswo? Oder hat man vielleicht doch mehr Angst vor der Krankheit, als man es zugeben möchte? Auf jeden Fall spricht das Verhalten vieler Schweden nicht gerade dafür, dass man der Folkhälsomyndighet wirklich zu einhundert Prozent vertraut. Es klingt eher so, als ob man durchaus auch auf andere Stimmen aus den In- und Ausland hört, die zu größerer Vorsicht mahnen. Aber warum fällt dann wiederum kaum jemandem dieser Widerspruch auf?

Ich weiß nicht, was ich mit diesen Erkenntnissen machen soll und welche Bedeutung sie haben. Wie gesagt, ich lerne. Und was ich auch lerne, ist dass das viele Lernen unglaublich müde macht. Zum Glück ist jetzt erst einmal Wochenende und die Osterferien sind nicht mehr weit. Ich brauche jetzt schon eine Coronapause und denke an die Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern, die wohl noch einige Monate auf die nächste Auszeit warten müssen.

Nebel über Borås


Gut, das ist eigentlich nichts besonderes, immerhin ist Borås in ganz Schweden als Regen- und Nebelloch bekannt. Normalerweise legt sich allerdings eine dicke weiße Suppe über die Stadt. Heute war das anders: Kurz nachdem ich von zu Hause losgefahren war, wurde es diesig und die Sonne bekam einen gelb-bräunlichen Halo. Als ich dann auf die Haupt-Einfallsstraße einbog, konnte ich eine große Rauchsäule sehen und viel weiter kam ich auch nicht auf meiner gewohnten Route. Stattdessen wurde der Verkehr auf zwei kleinen Nebenstraßen um das große Gewerbegebiet Knalleland umgeleitet. Der Grund? Ein Großbrand, der es heute bis zur Schlagzeile in den nationalen Nachrichten gebracht hat.

In einem ehemaligen Industriekomplex, der heute von diversen Firmen und Vereinen genutzt wird, war in einem Stofflager ein Gabelstapler in Brand geraten. Um 9 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, die nur eine Autominute von dem Gebäude entfernt liegt. Allerdings konnte man lange nicht wirklich löschen, da sich Gasflaschen beim Brandherd befanden, und so stand bald ein Drittel des Komplexes in Flammen. Erst am späten Nachmittag war der Brand unter Kontrolle. Bis dahin hatte man nur versucht zu verhindern, dass das Feuer auf weitere Bereiche überspringt.

Die Fahrt zum Job dauerte doppelt so lange, zumal die Kulturschule nur wenige hundert Meter vom Großeinsatz entfernt liegt. Einige Schüler kamen nicht oder zu spät und als ich um 19 Uhr nach Hause fuhr, gab es immer noch eine großräumige Umleitung. Während ich dies hier um kurz vor Mitternacht schreibe, laufen die Löscharbeiten laut Zeitungsangaben weiter, viele Einsatzkräfte sind vor Ort.

Wer sich ein Bild machen möchte, hier ein kurzes Video:
https://www.svt.se/nyheter/lokalt/vast/svt-s-reporter-rapporterar-fran-storbranden

Zeitreise mit ohne Spülmaschine


„Ich fühl mich gleich 10 Jahre jünger, wieder wie ein Student!“ sage ich zu Jonas.
„Ich fühl mich wie beim Campingurlaub!“ antwortet Jonas.
Doch weder Verjüngungskur noch das plötzliche Urlaubsfeeling lassen uns besonders fröhlich dreingucken.

Wir stehen Seite an Seite an der Spüle, der eine mit Spülbürste bis zu den Ellenbogen im Schlabberwasser, rechts ein Berg mit dreckigem Geschirr, links tropft das saubere Geschirr ab, die andere mit Geschirrhandtuch bewaffnet.

Die Spülmaschine ist kaputt. Sie lässt sich anstellen, brummt ein bisschen schlechtgelaunt und dann blinkt hektisch ein rotes Warnlämpchen und verlangt nach einem Techniker.

Die Maschine ist 6 Jahre alt; alt genug, dass sie keine Garantie mehr hat, aber eigentlich noch nicht alt genug, um schon den Geist aufzugeben. Finden wir jedenfalls.

Wir probieren also erst mal die Standardmaßnahmen durch: alle Siebe reinigen, gucken ob die Zu- und Ablaufschläuche alle frei sind, Stecker raus und wieder rein, einmal die Maschine unter der Arbeitsplatte vorziehen und fachmännisch feststellen, dass man keine Ahnung hat. Ergebnis: nüscht.

Also die Servicenummer des Herstellers aus der Bedienungsanleitung anrufen, ist ja immerhin eine Markenmaschine deutscher Herkunft. Joa… in drei Wochen könnte mal wer vorbeikommen, kostet 1000 Kronen, nur fürs Kommen und Gucken. Seufz. Wenn dann Ersatzteile bestellt werden müssten, kommen weitere Kosten dazu: für die Teile, weitere 1000 Kronen für einen Zweitbesuch zum Einbauen… billig wird das nicht.

Und mindestens drei weitere Wochen das Studenten-Urlaubsfeeling des Von-Hand-Spülens. Hmpf.

Jonas fängt an, nach neuen Spülmaschinen zu googeln.

Zufällig stößt er bei der Suche auf einen weiteren Weißwarentechniker in Borås und ruft ohne große Hoffnung mal an. 600 Kronen für eine Erstkonsultation am Folgetag. Now we’re talking!

Exakt zur verabredeten Uhrzeit am nächsten Vormittag steht ein Mann mit Werkzeugkasten vor der Tür. Er lässt sich erstmal erklären, was das Problem ist, und will sich anschließend selbst davon überzeugen. Er drückt den Startknopf und die Maschine läuft, als wäre nie etwas gewesen. Ja, danke auch für diesen umgekehrten Vorführeffekt…. hmpf.

Er guckt uns grinsend an – was genau war nochmal das Problem? Peinliches Schweigen.

In breitestem Boråsdialekt mit finnischem Akzent erklärt er uns lachend, dass er einen Verdacht habe und dass wir ihn dennoch nicht umsonst geholt haben. Dass es jetzt funktioniere, liege vermutlich daran, dass die Maschine inzwischen trockengelegt sei, aber nach dem nächsten Spülgang werde das Problem wahrscheinlich wieder auftreten.

Gezielt guckt er nach drei Schrauben um eine Siebdichtung herum und siehe da, wir haben tatsächlich nicht nur eine, sondern gleich drei Schrauben locker. Das Problem ist in wenigen Sekunden behoben.

Seither läuft die Maschine wieder ohne Probleme und wir sind erfreulicherweise nur 600 Kronen ärmer. Und das Ich-bin-Student-und-spüle-von-Hand-Feeling wieder los.

Satire und Organspende


Seitdem wir Breitband-Internet haben, haben wir unser Fernsehprogrammpaket auf die kleinstmögliche Variante reduziert, und haben seitdem nur noch die vier schwedischen öffentlich-rechtlichen Kanäle SVT 1 und SVT 2, SVT 24 (Nachrichten), Barnkanalen/Kunskapskanalen (Kinderkanal tagsüber, Wissenssendungen abends) und TV 4, den größten der privaten Kanäle. Für dieses Kanalpaket zahlen wir nix extra, das ist quasi mit unseren Steuergeldern abgedeckt.

Stattdessen gönnen wir uns ein Netflixabo und sind fleißige Nutzer diverser schwedischer und deutscher Mediatheken, was fein funktioniert, seitdem wir unseren alten Röhrenfernseher von 1995 dann doch endlich dem Wertstoffhof übergeben haben. (Das Ding war nicht mehr mit Breitband kompatibel, sonst würde er wahrscheinlich immer noch hier stehen.)

Dass wir den Fernseher gezielt für bestimmte Sendungen anmachen, passiert daher äußerst selten. Einzige Ausnahme: Svenska Nyheter (dt: „Schwedische Nachrichten“) am Freitagabend. Hierbei handelt es sich allerdings nur bedingt um Nachrichten, es ist vielmehr politische Satire im Gewand einer Nachrichtensendung, nicht unähnlich der heute-show.

Auch das könnte man auch in der Mediathek SVTplay gucken, aber Freitagspätabend ist einfach eine gute Zeit für politische Satire.

Der Moderator Jesper Rönndahl scheut sich nicht, selbst eine klare Haltung in bestimmten Fragen zu beziehen, wenn er z.B. die demokratische Grundordnung Schwedens verteidigt und die schwedische Rechtsaußenpartei Sverigedemokraterna mit den Mitteln der Satire bis zur Kenntlichkeit entstellt. (Was ihm auch schon diverse Anzeigen eingebracht hat, die erfreulicherweise alle in Leere gelaufen sind.)

Letzte Woche hatte die Sendung ein anderes Thema auf der Agenda: Organspenden. Die Gesetzgebung in Schweden ist ähnlich wie in Deutschland; tritt der Fall ein, dass eine Person als Organspender in Frage kommt und es liegt keine Einverständniserklärung vor, werden die Angehörigen befragt, wie die vermutliche Haltung des/der Betroffenen zur Organspende sei. Keine leichte Entscheidung, wenn man nie darüber gesprochen hat.

Gleichzeitig stehen in Schweden, wie auch in Deutschland, wesentlich mehr Menschen positiv zum Thema Organspende, als wirklich ihren Willen kundgetan haben. In Deutschland füllt man dafür einen Organspendeausweis aus, den man dann immer bei sich tragen sollte, in Schweden (wie sollte es anders sein), ist es eine Sache von drei Klicks, sich online in der nationalen Organspendedatei (Donationsregister) zu registrieren. Man kann dort übrigens auch aktiv wählen, nicht als Spender zur Verfügung zu stehen – auch das ist eine Wahl, die es den Angehörigen im Fall der Fälle erleichtert.

Nach einer informativen Zusammenfassung der Sachlage forderte Rönndahl sein Publikum im Studio und zuhause vor den Fernsehern auf, jetzt, also genau jetzt, ihr Handy zu zücken und sich ins Donationsregister einzutragen, während er auf dem Studiobildschirm dasselbe tat. Nach einer Minute war er damit fertig:

Noch am selben Abend brach die Homepage der Donationsregisters wegen zu großem Andrang zusammen und am darauffolgenden Dienstag vermeldeten die Abendnachrichten fast 19.000 neue Organspender, gegenüber durchschnittlich 300 Neuregistrierungen in einer normalen Woche.

Diese nichtsatirische Abendnachricht wiederum führte zu einer erneuten Überlastung der Homepage des Donationsregisters, sodass Rönndahl vergangen Freitag in seiner Sendung insgesamt über 33.000 neue Organspender vermelden konnte und außerdem die ganz unsatirische Hilfsseite https://organkumpan.svt.se/ lancierte, die bei zu großem Andrang die Seite des Organspenderegisters entlasten soll.

 

Alle Folgen von Svenska Nyheter kann man übrigens auch in Deutschland gucken:
SVT play

Organspender werden in Deutschland
Organspender werden in Schweden

 

Immer üben…


Bei meinem alten ehemaligen Klavierlehrer hing im Unterrichtsraum ein gerahmter Ausriss aus einem „Lustigen Taschenbuch“, auf dem Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track sinngemäß sagen:

Neffe 1: Immer üben!
Neffe 2: Macht gar keinen Spaß!
Neffe 3: Wir wollen lieber Fußballspieler werden!

Das Bild hing direkt unter dem Garderobenhaken, sodass man es als Klavierschüler jede Woche (bewusst oder unbewusst) lesen musste. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, ob es dabei um Klavierspielen oder irgendwas ganz anderes ging, das ging aus diesem einen Bild nicht hervor, und ich habe auch nie nachgefragt.

Letztes Semester war ich neben meinem Vollzeitjob zusätzlich 50% Teilzeitstudentin (Was? Wie?). Das Durcharbeiten der Kursliteratur und der Onlinevorlesungen war tatsächlich ganz inspirierend und sogar den Multiple-Choice-Tests zur Halbzeit konnte ich noch was abgewinnen. Das Schreiben von zwei Seminaraufsätzen à 15 Seiten am Ende des Semesters war dann aber doch eher eine lästige Pflichtübung und die Erleichterung groß, als ich Anfang Januar endlich beides abgeschickt hatte. (Diese Woche bekam ich dann das Feeback, dass ich beide Kurse bestanden habe; es gab auch nur die Alternativen Bestanden/Nicht bestanden. Check.)

Als die Aufsätze von meinem virtuellen Schreibtisch verschwunden und auf meiner inneren To-Do-Liste abgehakt waren, hatte ich auf einmal wieder unglaublich viel Freizeit und Lust, Dinge zu tun, die im Herbst auf der Strecke geblieben waren. Also Dinge und Dinge… Eigentlich vor allem: Klavier üben, Klavier spielen, Musik am Klavier machen.

Passenderweise beschloss der Lieblingskollege und Kammermusikpartner zu Jahresbeginn, dass er seinen runden Geburtstag im Frühjahr statt mit einem Fest mit einem Konzert feiern möchte. Vor der Pause eine knappe Stunde Kammermusik für Klarinette und Klavier mit meiner Wenigkeit, nach der Pause jazzig zusammen mit dem Lars Jansson Trio, das er sich quasi selbst zum Geburtstag schenkt.

Und jetzt sitze ich jede freie Minute und übe: mal allein, mal zusammen mit dem Lieblingskollegen. Am Wochenende, vormittags vor dem ersten Schüler, abends nach dem letzten Schüler, in allen Hohlstunden… und ich genieße es so viel mehr als das Studium letztes Semester.

Falls jemand aus der in Schweden ansässigen Leserschaft Interesse hat:

Affisch

In diesem Sinne:

Immer üben!
Macht furchtbar viel Spaß!
Lasst mich mit Fußball in Ruhe!

 

 

Saisoneröffnung auf dem Eis


Am Samstag beim Spaziergang bot sich uns von „unserem“ Vogelturm diese Aussicht:

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Fast der gesamte See war zugefroren, nur um die Flussmündung am Vogelturm war noch offenes Wasser. Wir sind ja seit einer Woche wieder voll am Arbeiten, wir hatten irgendwie gar nicht mitbekommen, dass es offensichtlich doch so kalt gewesen war.

In unserer Badebucht, wo es sehr flach ist, waren auch schon Spuren auf dem Eis, allerdings nur in der Uferzone. Das ist kein gutes Zeichen, wir verlassen uns da lieber auf den Menschenradar. Wenn viele auf dem See sind, trauen wir uns auch, sonst nicht. Es fiel wirklich schwer gestern, denn es wäre perfektes Eis zum Schlittschuhlaufen gewesen: quasi schneefrei und ganz klar, sodass der See darunter ganz schwarz leuchtete. Das Bild oben ist im Gegenlicht fotografiert, daher wirkt das Eis eher weiß, in der anderen Richtung war das Eis quasi blau (aber mein Akku leer).

Heute morgen textete ich einen Kollegen an, der regelmäßig Schlittschuh läuft und der empfiehl uns einen kleineren See, den wir bisher noch nicht kannten, etwa 25 Minuten mit dem Auto entfernt. Und siehe da…

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Viel los war auch dort nicht, aber das lag wohl eher daran, dass der See so abgelegen liegt. Aber offensichtlich waren wir nicht die ersten: mindestens ein Quad war schon auf dem Eis gewesen und wenn Leute ihre Kinder im Schlitten übers Eis ziehen, dann ist es wohl sicher.

Zwar hatte es auf dem Eis etwas geschneit und es war nicht so superglatt, aber für eine Saisoneröffnung reichte es trotzdem:

 

Der Vorteil von Eislaufen gegenüber normalen Winterspaziergängen ist, dass man so viel Sonne abkriegt. Die meisten Wanderwege hier führen ja irgendwie durch Wald oder am Waldrand entlang, da muss man schon Glück haben, im Winter ein paar Sonnenstrahlen abzukriegen. Aber heute, bei knapp unter 0°C und strahleblauem Himmel auf dem Eis – herrlich!