Archiv der Kategorie: Leva

Vom Dirigieren, Nudeln und der slowakischen Sozialversicherungsnummer


Nach Teil 1 hier nun die Fortsetzung der kuriosen Google-Suchbegriffe, die auf unseren Blog geführt haben.

frauen, die kisten schleppen
Ja, soll’s geben.

http://www.brevlada.eu/
Das sind wir!

www,brevlada
Wo ist der Fehler?

marstrand fähre

Bitteschön!

fotos+einzug der professoren+semester-eroeffnung
Einzug der Professoren… Das klingt irgendwie prä-68. „Unter den Talaren…“ und so.

die schlagtechnik des dirigierens
Das kommt jetzt auf den Takt an. 4/4: runter, innen, außen, hoch, 3/4: runter, außen, hoch. Ich würde es mir aber unbedingt auch noch einmal von einem Profi zeigen lassen. So leicht ist das nämlich gar nicht.

schuljahresbeginn schweden
Irgendwann Mitte/Ende August.

ja, gute idee schwedisch
Finden wir auch!

nudeln selber machen ohne maschine
Naja, Nudelteig ausrollen und in feine Streifen schneiden. Oder Spätzleteig auf ein Brett geben und in kleinen Portionen ins Wasser schaben. Oder so!

pfingstferien auf schwedisch
pingstlov

wie ist die sozialversicherungsnummer der slowakei aufgebaut
Da hab ich jetzt echt keine Lust drauf, das zu recherchieren.

ein jahr lang auf schwedisch
under ett år oder i ett år. An dieser Stelle eine Empfehlung für Übersetzungsfragen. Kann auch ganz viele andere Sprachen.

aufnahmeprüfung essen
Guten Appetit!

wohnmobil torte
Guten Appetit!

tiramisu kindergeburtstag
Guten Appetit! Aber bitte den Amaretto weglassen. Zumal ich es ja eh lieber mit Cointreau mache; aber ich schweife ab…

Österbotten landschaftssymbol
Die schwedische Wiki gibt folgendes her:
Landschaftsblume: Echtes Mädesüß (Auf schwedisch: Elchgras)
Landschaftstier: Elch
Landschaftsfisch: Lavaret
Landschaftsvogel: Mauersegler
Landschaftsstein: Wasa Granit
Landschaftsbaum: Schwarz-Erle
Landschaftslied: Wasa Marsch (Nicht zu verwechseln mit: „Wasser, marsch!“)
Weiteres dazu hier.

klausuren in schweden grundschule
…werden oft mit nur drei Noten bewertet: icke godkänt, godkänt, väl godkänt – nicht bestanden, bestanden, gut bestanden. Aber in den letzten Jahren wurde da viel reformiert.

Fortsetzung folgt…

Risveden


Man könnte es einen Tick nennen, aber wenn ich draußen bin, habe ich immer das Bedürfnis, irgendwo hinaufzugehen. – Warum? Um runterzuschauen natürlich, was für eine Frage…

Weil die Zeit, in der die Sonne im Moment theoretisch scheinen könnte, doch ziemlich kurz ist, sodass der klassische Nachmittagsspaziergang diesbezüglich eine eher sinnfreie Angelegenheit ist, haben wir uns heute gleich nach dem Frühstück auf die Socken gemacht. Nur ein paar Kilometer hinter Skepplanda beginnt das Naturreservat Risveden, das uns schon länger gelockt hat. Das Risveden als solches gibt es aber eigentlich gar nicht, denn Risveden besteht aus vielen kleinen Naturreservaten. Eine wunderschöne Gegend und wir waren bestimmt nicht das letzte mal dort.

Schon die Anfahrt war spannend: der längste Teil war das, was ich gerne als „dreidimensional kurvig“ bezeichne. Und die Schneestangen, die inzwischen überall an den Straßenrändern stehen, machen Hoffnung auf den Winter – ich meine, Jonas ist ja nicht gerade der Kleinste…

Die Sonne kommt inzwischen auch mittags kaum noch richtig hoch und gegen halb fünf ist es dann auch stockfinster. Das führt dazu, dass man irgendwie den ganzen Tag lang – also dann, wenn es hell ist – das Gefühl hat, dass gerade Sonnenuntergang ist. Und das führt dann schonmal zu wundervollen Lichteffekten…
Leider lässt der echte Winter noch auf sich warten, es ist wohl der wärmste November seit einigen Jahrzehnten. Unsere Winterjacken ruhen auch noch im „Sommerschlaf“. Hach, was freu ich mich auf den ersten Schnee…

Jonas ist 1,85m - aber wie hoch wird der Schnee im Winter wohl liegen...?
Auf solchen Wegen könnte ich stundenlang wandern... Und das beste: es geht bergauf...!
Die Sonne kommt kaum noch bis zum Waldboden.
Geschafft! Der höchste Punkt (184 müM) in unserer Kommun!
Schöne Aussicht!
Das abendliche Licht täuscht, es ist ein Uhr mittags.
Gegen zwei Uhr: Nachmittagslicht
Halb drei: Abendstimmung am Kroksjön

Von roten Saftlingen, Rentieren und Schweden ohne Badehose


Wenn man bei wordpress.com einen Blog führt, hat man Zugriff auf eine ganze Menge statistischer Daten über den Traffic der Seite. Da wird einem die Zahl der Besucher pro Tag, Woche, Monat und Jahr angezeigt, welche Artikel wie of angeklickt wurden, usw. Gerade jetzt haben wir zum Beispiel die 5.000-Besucher-Marke geknackt – juhuu!

Zu den unterhaltsamsten Informationen zählt die Liste mit den Google-Suchbegriffen, die auf unsere Seite geführt haben. Die meisten dieser Suchen sind zwar eher unspektakulär und leicht nachzuvollziehen, manchmal sind aber auch wirklich kuriose Dinge dabei. Und manchmal verstehen wir überhaupt nicht, warum Google die Leute ausgerechnet zu uns schickt. Da wir aber hilfsbereite Menschen sind, wollen wir an dieser Stelle ein paar dieser Fragen beantworten.

juhuu
Vielen Dank, Google. Es ist nett, dass du uns zu dem Thema verlinkst!

rentier skansen

So eins hier?

was bin ich wenn ich den master habe
Master.

schweden keine badehose
Können wir nicht bestätigen, bisher hatten alle Schweden, die wir gesehen haben, mindestens eine Badehose an. Viele waren sogar richtig gekleidet, mit Hose, Schuhen, Pullover und so.

stammbaum bus
Hääh? Die Verknüpfung Baumstamm und Bus ist allerdings nicht zu empfehlen.

gibt es ein einkaufszentrum e45
Ja, mindestens eins und das heißt Ale Torg und ist in Nödinge, ca. 15 km südlich von uns. Aber auf den fast 5000 km gibt es bestimmt noch mehr.

skepplanda schwimmhalle
Gibt’s.

skepplanda tourismus
Gibt’s nicht. Aber wenn jemand das Bedürfnis hat, hierher zu kommen, darf man sich gerne bei uns melden.

winziger roter saftling
Den kennt noch nicht mal Google. Sicher, dass es den gibt? Aber der granatrote Saftling ist unser Landschaftspilz!

die gesamt kosten für die straßen baustelle zwischen göteborg trollhättan
Zusammen mit dem Ausbau der Bahnstrecke 13,6 Milliarden Kronen nach dem Wert von 2010 (ca 1,6 Milliarden Euro). Sagt zumindest BanaVäg i Väst.

blog piteå flügel
Frag mal Olaf!

prägedruck selber machen
Hier habe ich eine Anleitung gefunden. Aber mal ehrlich Google, was hat das mit uns zu tun?

interessanter saker i sverige
Ich will ja nicht klugscheißen, aber es heißt intressanta saker i Sverige. Auf jeden Fall gibt es ’ne Menge.

kindergeburtstag mit handwerkerwagen
Ich weiß nicht genau, was ich mir darunter vorstellen soll. Aber ich hab mal eine Plastik-Werkbank für Kinder mit Akkuschrauber und allem was dazu gehört gesehen. So was vielleicht?

schweden landkarte mit flüssen namen
Guck mal im guten alten Diercke Schulatlas nach.

was ist eine fugenexposition
Könnte ich erklären. Aber erstens würde es an dieser Stelle langweilen, zweitens ist es draußen schon dunkel und drittens habe ich jetzt keine Lust dazu.

dreiländereck schweden
Heißt Treriksröset („Dreireichsmarkierung“: Norwegen, Finnland und Schweden) und liegt auf 69° 3′ 35″ N, 20° 32′ 50″ O.

Fortsetzung folgt…

Jobsuche: Von Bewerbungsfotos und Schneemännern


Gute zwei Monate sind wir jetzt hier und ich weiß, dass viele sich fragen, warum ich noch nie was über die Jobsuche geschrieben habe. Das hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es einfach noch nichts zu erzählen, was ich unbedingt mit der Weltöffentlichkeit teilen müsste, zum anderen sehe ich es seit geraumer Zeit als wichtiges Lernziel für mich, Job und Freizeit zu trennen. (Und Brevlåda ist doch eher eine Freizeitbeschäftigung.)

Die ersten Wochen habe ich mich vor allem meinen Sprachkursen gewidmet und nur „nebenberuflich“ nach Jobs gesucht. Mit den schnellen Erfolgen im Schwedischen fühle ich mich aber seit kurzem wirklich fit für den Arbeitsmarkt und widme mich seither voll dem Schreiben von Bewerbungen.

Mithilfe eines Jobbcoaches (mehr dazu demnächst, das ist ein eigenes Kapitel) übe ich mich gerade darin, den richtigen schwedischen Stil in meinen Bewerbungen zu treffen. Meinen Lebenslauf fand meine Coacherin (Coachine? Coachesse? Couch?) inhaltlich spannend und formal hatte sie auch nichts dagegen einzuwenden. Viel lernen musste ich aber in Sachen Anschreiben. Während man sich in einem deutschen Bewerbungsschreiben ja schon anstrengen muss, zwischen den ganzen formalen Anforderungen noch eine persönliche Note einzuflechten – zumindest wenn man den meisten Ratgebern Glauben schenkt – fallen hier nahezu alle Formalitäten weg.

Das deutsche „Sehr geehrter Herr Duck, Ihre Anzeige vom 29. Februar im Entenhausener Kurier habe ich mit großem Interesse… quakquakquak…“ Höflichkeiten und edle Lügen… wird zu: „Hej! Ich heiße Donald und bin vor kurzem mit Daisy, meiner Verlobten, hierher gezogen. Ich liebe es, mit meinen Neffen angeln zu gehen…“

Und erst das Theater um das deutsche Bewerbungsfoto: Haare offen (wirkt kreativ!) oder hochgesteckt (für Führungspositionen und Banken), geschminkt (ein Muss bei Jobs mit Kundenkontakt) oder natürlich (wenn persönliche Bindungen im Job eine Rolle spielen), helle oder dunkle Kleidung (hängt von der Haarfarbe ab), usw. Und bitte unbedingt vom professionellen Fotografen! Als ich ihr ein solches Foto von mir zeigte, winkte sie gleich ab: bitte etwas persönlicher! Ob ich nicht eines habe, das mich in der Freizeit zeige? Nun ja die gibts, aber mich damit bewerben…? Also ein paar Fotos ausgegraben, die mal im Urlaub entstanden sind – vom Typ „lass mal ein paar Bilder von uns machen, meine Mutter möchte mal wieder welche fürs Regal“. Aber auch die waren ihr noch zu steif. Schließlich schickte ich ihr – fast schon aus Trotz – die ganz absurden: Annika beim Schlittenfahren, beim Ponyreiten, Arm in Arm mit einem Schneemann und mit Drei-Wochen-Lappland-Rucksack in voller Regenmontur. Die fand sie dann allesamt bewerbungstauglich…

In der Zwischenzeit habe ich Jonas genötigt, noch ein paar pseudo-entspannte Freizeitfotos von mir zu machen, weil es mir doch zu peinlich ist, mich mit einem Bild zu bewerben, das meine heiße Affäre mit einem Schneemann dokumentiert…

Was die Schweden bewegt: Dubbdäck


Dieses Zeichen gibt es in Schweden gar nicht - warum wohl?

Pünktlich mit den ersten Frostnächten begann hier eine heiße Diskussion in den Medien wie auch in unserem – zugegebenermaßen noch recht kleinen – Bekanntenkreis: Dubbdäck oder nicht? Das Wort Dubbdäck klingt wie ich finde genauso lustig knubbelig wie das, was es bezeichnet: Winterreifen mit Spikes. Hierbei scheint es sich um eine ähnlich grundlegende Frage zu handeln wie die Frage nach Windows oder Mac, Lamy oder Pelikan, HSV oder St. Pauli, Popcorn süß oder salzig.

...Dafür dieses hier...

Nur für wenige Menschen lässt sich diese Frage eindeutig beantworten: Wer in der (Groß)Stadt wohnt und nur dort sein Fahrzeug braucht, sollte tunlichst dubbfritt (knubbelfrei) wählen, denn die Spikes zerstören den Straßenbelag und erhöhen die Feinstaubbelastung, außerdem werden die Straßen ja geräumt und gesalzen.
In Göteborg und inzwischen wohl auch einigen anderen Kommunen gibt es sogar Straßenzüge, wo das Fahren mit Spikes bei Strafe verboten ist.

Wo wird geräumt?

Was ist, wenn das Streusalz ausgeht?...

Wer aber wie zwei Kurskameradinnen aus meinem Schwedischkurs tief im Wald wohnt und auch unter normalen Bedingungen schon 10 km Schotterstraße bis zur nächsten geteerten Straße fahren muss, der darf wohl kaum damit rechnen, im Winter geräumte Straßen vorzufinden und sollte unbedingt vor dem ersten Wintereinbruch Dubbdäck aufziehen.

Brauchen wir Dubbdäck?

...ist das dann eine geeignete Alternative?...

Wenn die Welt doch so einfach wäre! Was aber machen all diejenigen, die weder tief im Wald noch mitten in der Großstadt wohnen, sondern so wie wir irgendwo auf dem Land, wo die Straßen zwar nicht mehr breit, aber immerhin noch geteert sind? Wo man aber trotzdem nicht ausschließen kann, im Winter mal die eine oder andere ungeräumte Straße fahren zu müssen oder zu wollen? Wo man aber trotzdem auch mal in die Göteborger Innenstadt muss?

Leider können wir auch noch überhaupt nicht einschätzen, wie hier in Västra Götaland der Winter und insbesondere die Räumverhältnisse sind. Die Göteborger sagen zwar, ihr Winter sei in erster Linie nasskalt und matschig, aber Göteborg liegt nochmal 40 km südwestlich von uns, ist eine Großstadt und außerdem am Meer gelegen.

... oder doch besser so?...

Unsere Nachbarn hingegen haben erzählt, dass sie im letzten Winter die Fenster im Erdgeschoss nicht mehr öffnen konnten, weil Schnee davor lag (die Fenster öffnen sich nach außen). Manche Straßen hier werden gesalzen, manche aber wohl auch eher planiert und gestreut. Und wenn es da an einem sonnigen Wintertag ein wenig antaut und wieder friert und das möglichst ein paar Tage hintereinander…???

Wenn die Wahl der Winterreifen zur ideologischen Frage wird…

Auf der Suche nach den richtigen Reifen haben wir hier noch keine vernünftige, neutrale Antwort bekommen, weil in der Frage nach Dubbdäck irgendwie jeder sein persönliches Glaubensbekenntnis abgelegt zu haben scheint. Die jeweils „falsche“ Wahl wird dann in Grund und Boden verdammt bzw. die Existensberechtigung der jeweils anderen Reifen lediglich für einen möglichst weit entfernt liegenden Teil Schwedens anerkannt. Demnach kann man also höchstens noch in Malmö ohne Dubbdäck fahren bzw. sind Dubbdäck nur was für die komischen Norrländer.

...sowas brauchen wir hoffentlich nicht!...

Göteborgs Posten, Schwedens zweitgrößte (seriöse) Tageszeitung forderte kürzlich, das Spikeverbot gänzlich aufzuheben: „Warum soll man sein Leben für einen nicht nachweisbaren Umwelteffekt riskieren?“ Puh, da hatte jemand die ganz harte journalistische Keule ausgepackt. Ungedubbte Reifen seien lebensgefährlich, und gerade sei eine neue Studie des staatlichen Weg- und Transportforschungsinstituts (VTI) herausgekommen, die beweise, dass Dubbdäck am sichersten seien. Der Vorwurf der erhöhten Feinstaubbelastung in den Städten sei hingegen nicht nachweisbar. Außerdem – und jetzt wird es kurios – täten die Dubbdäckfahrer den restlichen Verkehrsteilnehmern einen großen Gefallen, da durch die Spikes der Straßenbelag aufgerauht und somit die Rutschgefahr vermindert werde. Damit dieser Effekt eintreten könne, müssten aber mindestens 50% der Fahrzeuge gedubbt sein, sagen jedenfalls norwegische Studien.

Fragt man die Göteborger Verkehrspolizei, so fährt die den ganzen Winter durch mit Dubbdäck. Privat jedoch sind die meisten Polizisten ohne Spikes unterwegs. Abgesehen davon, dass Dubbdäck die Luftverschmutzung begünstigen und die Straßen kaputtmachen, sind sie wohl auch ziemlich laut und auf trockenem Asphalt ist die Haftung auch deutlich geringer gegenüber normalen Winterreifen – irgendwie naheliegend, da die Reibungsfläche ja auch viel kleiner ist.

Ich kann mich nicht entscheiden!

War ich vor ein paar Tagen noch der Meinung, dass wir mit der Kombination neue Winterreifen + Bus/Zug + Schneeketten für den Notfall + Daheim-bleiben-wenn’s-ganz-schlimm-ist gut bedient wären, komme ich jetzt doch wieder ins Wanken, wenn ich mich so im Internet umschaue. Der nächste Schritt wird wohl ein Besuch bei Däck-Lasse („Reifen-Lars“) sein, dem örtlichen Reifenhändler. Mal sehn, was der sagt…

Erster Frost


Bisher ist der Herbst hier in Skepplanda sehr mild verlaufen, anscheinend waren gerade die ersten Oktobertage sogar rekordverdächtig warm. Zwar konnte man nicht im T-Shirt draußen rumlaufen, eine Jacke war aber auch nicht jeden Tag nötig. Und auch wenn es geregnet hat, waren das eher Sommerstürme mit Gewitter, Platzregen und Hagel als Herbstgriesel. Seit vorgestern ist es jetzt aber vorbei mit knapp 20 Grad am Nachmittag, am Mittwoch musste Annika das erste Mal morgens das Auto freikratzen und auch gestern und heute war die Frühstücksaussicht eisig. Dabei ist das Wetter immer noch wunderbar, die Sonne scheint den ganzen Tag vom winterklaren Himmel – was ja auch eigentlich das perfekte Frostwetter ist.

Unsere Frühstücksaussicht
Herbstspaziergang

Unnützes Partywissen über Schweden: Autos


Das Auto der Zukunft?

Schweden ist ein Autoland. Das ist auch verständlich, lebt doch ein großer Teil der Bevölkerung fernab von Straßen, U- und Eisenbahn und häufig kommt auch der Bus nur zweimal am Tag – wenn überhaupt. Die großen Distanzen auf dem Land tun ihr übriges, so dass für viele Schweden das Auto eine schiere Notwendigkeit darstellt.

Die langen Anfahrtswege in Schweden – allein die Grundstückszufahrt kann ja schon mal mehrere Kilometer lang sein – lassen eigentlich erwarten, dass die jährliche Fahrleistung hier besonders hoch ist. Kurioserweise legt ein schwedisches Auto durchschnittlich aber nur 14.500 km im Jahr zurück, während es ein deutsches auf 18.500 km bringt. Und auch innerhalb Schwedens ist eine Tendenz zu erkennen, dass dichte Besiedelung, kurze Distanzen und ein gutes Nahverkehrsangebot nicht zu geringeren Fahrstrecken führen: Die Stockholmer bewegen ihre Autos im Landesvergleich nämlich am meisten (15.960 km), während Norrbotten, wo auf einen Quadratkilometer drei Menschen kommen, mit 13.720 Durchschnittskilometern auf einem der letzten Plätz liegt. Trotz allem bringen es die Schweden damit aber auf eine Gesamtfahrleistung, mit der sie 216 mal zur Sonne und wieder zurück fliegen könnten.

Insgesamt gibt es hier 4,3 Millionen PKW, was bedeutet, dass fast jeder zweite Schwede motorisiert ist. Von diesen PKW sind knapp 32% silber und jeweils 17 % rot oder blau. Bei der Wahl ihrer Autos vertrauen die Schweden natürlich – wie die Deutschen auch – auf heimische Marken: Jeder vierte fährt einen Volvo, zusammen mit Saab machen schwedische Fabrikate ein Drittel des Straßenverkehrs aus (In Deutschland ist der Anteil von VW, BMW, Opel und co. aber sogar zwei Drittel). Die Vorherrschaft von Volvo ist dabei alles andere als gefährdet. 2009 wurden fast doppelt so viele neue Volvos angemeldet wie Volkswagen, die auf Platz zwei der beliebtesten Autos in Schweden stehen. Saab hingegen ist auf dem Rückzug, aber da weiß man ja eh nicht, wie es mit denen weitergeht

Alle Daten stammen von Statistiska centralbyrån.