Endlich wieder mal nach Schweden


Heute ging es für mich endlich wieder mal nach Schweden – leider ohne Annika. Die Aufnahmeprüfung in Stockholm steht an. Ich werde hier also bis Donnerstag insgesamt drei Prüfungsteile über mich ergehen lassen, davon zwei Klausuren und ein intervju (Ja, die Schweden schreiben wirklich alles so, wie sie es aussprechen…). Die Nachmittage am Montag und Dienstag sowie den ganzen Mittwoch habe ich aber frei, außerdem dauert das Gespräch am Donnerstag auch nur eine halbe Stunde (die Zeit weiß ich aber noch nicht), sodass ich wohl genügend Zeit haben werde, neben den Prüfungen auch ein wenig von Stockholm genießen zu können. Nach Göteborg und Piteå muss ich (leider) nicht zur Aufnahmeprüfung, da dort lediglich eine schriftliche Bewerbung erforderlich ist bzw. ein Interview per Skype durchgeführt wird.

Heute war also Anreisetag, geflogen bin ich von Frankfurt über Riga nach Stockholm mit der wunderbar grünen, lettischen airBaltic. Zum ersten Mal kam ich auch in den zweifelhaften Genuss eines 2-stündigen Flugs mit einer dröhnenden Turboprop-Maschine. Alles in allem hat der Flug aber gut geklappt und ich war pünktlich in Stockholm und konnte am Abend gegen 9 meine Zelte bei meiner Couchsurfing-Gastgeberin Maud am westlichen Ende von Kungsholmen aufschlagen. Morgen geht es dann zur ersten Prüfung, Tonsatz steht an: Fugen, klassische Vokalpolyphonie; hier wird noch Wert auf die guten alten Kompositionstechniken gelegt – gut, dass ich das jetzt vier Jahre lang studiert hab…

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Was bisher geschah…


Da wir auf unserem Weg nach Schweden ja schon Stück zurückgelegt haben, bevor die Idee zu diesem Blog entstand, hier ein kurzer Rückblick:

Vor 2008: Wir träumen beide davon, irgendwann mal eine längere Zeit im Ausland zu verbringen.

08/2008: Jonas betritt zum ersten Mal schwedischen Boden. Aus „Ausland“ wird „Schweden“. Als frühestmöglichen realistischen Termin für einen Umzug sehen wir Jonas‘ Bachelorabschluss, also Sommer 2011.

10/2008: Wir belegen Schwedisch I an der Uni.

04/2009: Schwedisch II

08/2009: Rundreise durch Südschweden

10/2009: Schwedisch III

Jonas beginnt, Universitäten für seinen Master zu suchen. Die Hochschulen in Stockholm, Göteborg und Piteå klingen spannend und bieten passende Studiengänge in Komposition an.

09/2010: Erste Vorstellungsgespräche bei den Profs in Schweden und jeweils einwöchiger Aufenthalt in den drei Städten. Außerdem Besuch bei verschiedenen EURES-Beratern. Besonders Piteå (A) überzeugt uns in Sachen Studien- und Wohnqualität.

10/2010: Ich schicke dem DAAD meine Bewerbung für eine Stelle als Sprachassistentin ab Herbst 2011.

12/2010: Der DAAD antwortet mit einer Einladung zum Bewerbungsgespräch.

01/2011: Jonas schickt seine Bewerbungsunterlagen an die Hochschulen und studera.nu, die zentrale Seite für alle schwedischen Hochschulen, Studiengänge und Gasthörerkurse. (Wenn ich daran denke, dass die Uni Karlsruhe seinerzeit bis zu drei verschiedene Plattformen unterhalten hat, auf denen man sich zu den Seminaren anmelden musste…)

02/2011: Ich fahre zum Vorstellungsgespräch beim DAAD in Bonn. Für die drei Stellen in Schweden (Stockholm, Göteborg, Uppsala) gibt es noch 9 weitere Bewerber.

03/2011: Post vom DAAD: Ich habe zwar keine Stelle bekommen, bin aber auch noch nicht aus dem Rennen. Es gibt nämlich mehr geeignete Bewerber als Stellen. Das Warten geht also weiter…

Post aus Schweden