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19. Dezember 2011 – Jasså jul!


Galenskaperna och After Shave (Die Verrücktmacher und After Shave) – als ich diesen sperrigen Namen neulich in der Chorprobe erwähnte, erntete ich wissende Blicke: „Die sind legendär!“ Humor ist ja in der Regel recht nationengebunden, selten schaffen es Künstler dieses Genres zu weltweiter Bekanntheit. Natürlich gibt es Ausnahmen: Amerikanische Hollywood-Klamotten à la Die Nackte Kanone, Police Academy, Austin Powers oder die Mel Brooks-Filme und natürlich Monty Python und Mister Bean – wer englisch spricht, kann tatsächlich auch mit Humor im Ausland Erfolg haben. Alle anderen haben es da schwerer, sodass ein deutscher Klassiker wie Loriot in Schweden keinem etwas sagen wird, ebensowenig wie ich Galenskaperna och After Shave kannte.

Was ich bisher gesehen – und verstanden – habe, war sehr lustig. Wie der Name Galenskaperna och After Shave bereits andeutet, handelt es sich eignetlich um zwei Gruppen (och heißt und). Galenskaperna sind der Blödel-Teil des Ensembles und kamen 1978 zusammen. After Shave ist eine 1979 gegründete Barbershop-Gruppe. 1982 fusionierten die beiden Formationen und da man sich nicht auf einen Namen einigen konnte, behielt man einfach beide alten. Seit dieser Zeit gehören sie zu den erfolgreichsten schwedischen Humor-Gruppen mit einer Unzahl Revuen, Bühnenprogrammen, Fernsehshows, Radioserien und Filmen. Als Vorbilder gibt die schwedische Wikipedia neben Charlie Chaplin, Monty Python und Buster Keaton auch Hasseåtage und Povel Ramel an – letzterer ist als Verfasser hintergründiger Lieder bekannt geworden.

Im Jahre 2000 luden Galenskaperna und After Shave zu einem Weihnachtsprogramm mit dem Titel Jul jul jul, dem unser heutiges Adventslied entstammt. Jasså jul (Ach so, Weihnachten?) handelt davon, was man so alles in der Weihnachtszeit tut, was man sonst nicht tun würde: Sich vor der Verwandtschaft im Weihnachtsmannkostüm lächerlich machen, eine ewig weite Autofahrt ins Skiparadies Åre antreten, Menschen bedenken, an die man das ganze Jahr nicht gedacht hat.

Jasså jul?

Helt plötsligt står man där förvånad
Varje år, december månad
Jasså jul?
Helt plötsligt står man mitt i släkten
Varje år i tomtedräkten
Jasså jul?
Plötsligt alla spanar
Efter särskilda granar
Jasså jul?

Jasså är det jul?
God jul!
Det är alltså jul!

Helt plötsligt styr man runt i sin combi
Som en ur och snurrig zombie
Jasså jul?
Helt plötsligt flyr man som en dåre
Och så hyr man rum i Åre
Jasså jul?
Man dricker vin
Med en clementin
Jasså jul?

Jasså är det jul?
God jul!
Det är alltså jul!

Helt plötsligt dimper man från stegen
Som en klimp i värsta degen
Jasså jul?
Helt plötsligt sänder man en kruka
Till två vänner som är sjuka
Jasså jul?
Plötsligt gör man struver
Och har röda små luver
Jasså jul?

Helt plötsligt fick man två maracas
Från en flickvän i Caracas
Jasså jul?
Helt plötsligt drog man som en råtta
Till en krog som stängde åtta
Jasså jul?
Och man somna knall
I sin egen hall
Jasså jul?

Jasså är det jul?
God jul!
Det är alltså jul!

Ja-, jasså?

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18. Dezember 2011 – Det är en ros utsprungen


Stille Nacht ist vielleicht das international bekannteste deutsche Weihnachstslied, aber es ist keinesfalls das einzige, das in aller Welt gesungen wird. Auch Es ist ein Ros entsprungen ist in viele Sprachen übersetzt worden und bis heute sehr populär. Hieran hat wohl nicht zuletzt der Komponist Michael Praetorius (1571–1621) seinen Anteil, der das erstmals 1599 erschienene Lied in einer bis heute beliebten Fassung für Chor gesetzt hat. Der schwedische Text Det är en ros utsprungen geht auf Thekla Knös zurück, eine schwedische Dichterin, die anscheinend vor allem für diese Liedübersetzung heute noch bekannt ist.

Neben der berühmten Praetorius-Version finden sich noch einige andere Bearbeitungen der Melodie. Ungefähr zeitgleich zu Praetorius schrieb der Weimarer Kantor Melchior Vulpius einen Kanon auf Grundlage der Melodie, von Johannes Brahms stammt ein Choravorspiel für Orgel (op. 122 Nr. 8) und in Hugo Distlers Oratorium Die Weihnachtsgeschichte von 1933 erscheint das Lied in sechs unterschiedlichen Arrangements.

Eine der neuesten Bearbeitungen hat der schwedische Komponist Jan Sandström (*1954) verfasst – der übrigens an der Musikhochschule in Piteå unterrichtet. Sandström übernimmt den Chorsatz von Michael Praetorius und umgibt ihn mit einen harmonischen Teppich, der von einem zweiten Chor gesungen wird.

Det är en ros utsprungen
Av Jesse rot och stam.
Av fädren ren besjungen,
Den står i tiden fram,
En blomma skär och blid,
Mitt i den kalla vinter,
I midnatts mörka tid.

17. Dezember 2011 – Tomtarnas julnatt


Den Jultomte, der sich zur Vorweihnachtszeit mit weißem Bart und rotem Kostüm zur Jingle-Bells-Beschallung in den Einkaufszentren dieser Welt herumtreibt, gibt es natürlich auch in Schweden, hou hou hou.
Eine nordische Besonderheit ist jedoch der Tomte ohne Jul, zu dessen erweiterter Verwandtschaft auch die Wichtel, Kobolde, Pucks, Nissen, Leprechauns, Heinzelmännchen, Elfen und Brownies dieser Welt zählen.
Der Tomte ist ein wohlmeinender Hausgeist, der auf einem Gehöft über das Wohlergehen von Mensch und Tier wacht. Zum Dank dafür erhält er von den Menschen Milch, Grütze oder was eben sonst gerade regional oder saisonal auf der Speisekarte steht.
Aber wehe, man zieht durch Faulheit, Tierquälerei oder sonstiges schlechtes Betragen den Zorn des Tomte auf sich, dann sollte man sich in Acht nehmen: Nils Holgersson beispielsweise wurde bekanntermaßen zur Strafe in einen Däumling verwandelt, der Rest ist Geschichte.

Eine wunderbare Beschreibung eines Tomte ist das Gedicht Tomten von Viktor Rydberg, das 1881 veröffentlicht wurde. 1960 wurde es von Harald Wiberg illustriert und als Bilderbuch bei Rabén und Sjögren erneut verlegt. Es wurde ein solcher Erfolg, dass der Verlag überlegte, wie man das Buch auch auf dem ausländischen Markt vertreiben könnte. Da das Übersetzen von Lyrik selten ohne sprachliche Verluste möglich ist, bat man Astrid Lindgren um eine Prosaadaption, welche dann wiederum in viele Sprachen übersetzt wurde. In Deutschland erschien das Bilderbuch schließlich unter dem Titel Tomte Tummetott.

Vor kurzem fiel mir in einem Second-Hand-Laden (wo auch sonst) das Bilderbuch mit dem Rydberg-Gedicht in die Hände, dessen Bilder mir natürlich geläufig waren. Aber erst da wurde mir bewusst, dass Astrid Lindgren damit eigentlich überhaupt nichts zu tun hatte. Und dass der Originaltext noch viel schöner ist und ich mich freue, dass ich heute den schwedischen Text verstehe. Rydbergs Gedicht samt der Bilder kann man sich auch online anschauen oder vorlesen lassen.

Unser heutiges Weihnachtslied handelt von einer Schar Tomter, die mitten in der Weihnachtsnacht aus allen Winkeln gekrochen kommen, sich über das Weihnachtsessen hermachen, das die Menschen bereitgestellt haben, anschließend um den Baum tanzen und gegen Morgen wieder so leise verschwinden, wie sie gekommen sind. Großartig arrangiert und interpretiert von The Real Group:

1. Midnatt råder, det är tyst i husen,
Tyst i husen.
Alla sova, släckta äro ljusen,
Äro ljusen,

Tipp tapp, tipp tapp,
Tippe-tippe-tip, tapp,
Tipp, tipp, tapp.

2. Se då krypa tomtar upp ur vrårna,
Upp ur vrårna,
Lyssna, speja, trippa fram på tårna,
Fram på tårna.
Tipp tapp . . . .

3. Snälla folket låtit maten rara,
Maten rara
Stå på bordet åt en tomteskara,
Tomteskara.
Tipp tapp . . . .

4. Hur de mysa, hoppa upp bland faten,
Upp bland faten,
Tissla, tassla: „God är julematen,
Julematen“!
Tipp tapp . . . .

5. Gröt och skinka, lilla äppelbiten,
Äppelbiten,
Tänk, så rart det smakar Nisse liten,
Nisse liten.
Tipp tapp . . . .

6. Nu till lekar! Glada skrattet klingar,
Skrattet klingar
Runt om granen skaran muntert svingar,
Muntert svingar.
Tipp tapp . . . .

7. Natten lider. Snart de tomtar snälla,
Tomtar snälla,
Kvickt och näpet allt i ordning ställa,
Ordning Ställa.
Tipp tapp . . . .

8. Sedan åter in i tysta vrårna,
Tysta vrårna,
Tomteskaran, tassar nätt på tårna,
Nätt på tårna.
Tipp tapp . . . .

16. Dezember 2011 – Små grodorna


Dass zu Weihnachten neben allerlei Besinnlichkeiten auch der Tanz um den Baum dazugehört, haben wir ja bereits erwähnt, ebenso wie die damit verbunden Tanzspiele. Der Nu är det jul igen-Tanz ist dabei eher einfach gehalten: Man bildet einen Kreis um den Baum, fasst sich an den Händen und geht oder hüpft dann, mit gelegentlichem Richtungswechsel, um den Baum herum.
Etwas komplizierter ist dann das Spiel zu Morsgrisar är vi allihopa, bei dem zu diesem einfachen Grundelement auch noch das Zeigen auf sich selbst und auf andere Teilnehmer hinzukommt.

Den Gipfel der Komplexität der – zumindest mir bekannten – Um-den-Baum-Choreografien bildet aber das weithin bekannte Små grodorna. Der Text handelt von der Tatsache, dass Frösche lustig aussehen, weil sie weder Schwänze noch Ohren haben. Dabei muss man nicht nur beidbeinig – und im Idealfall in der Hocke – um den Baum hüpfen, sondern zusätzlich noch mit den Händen Ohren und Schwanz simulieren. Bei den Textzeilen Kou ack ack ack, kou ack ack ack, / kou ack ack ack ack kaa. / Kou ack ack ack, kou ack ack ack, / kou ack ack ack ack kaa fasst man sich dann wieder an den Händen und läuft oder hüpft um den Baum. Eine weitere Schwierigkeit dieses Lied ist dann noch die Tatsache, dass weitere Strophen mit anderen Tieren hinzugefügt werden können, bei denen dann darauf geachtet werden muss, ob das entsprechende Tier nun Ohren und Schwanz hat oder nicht.

Da dies jetzt aber doch sehr theoretisch war, wird uns nun ein freundlicher Reporter der nordschwedischen Zeitung Östersunds-Posten den Tanz in der Praxis demonstrieren.

Små grodorna, små grodorna är lustiga att se.
Små grodorna, små grodorna är lustiga att se.
Ej öron, ej öron, ej svansar hava de.
Ej öron, ej öron, ej svansar hava de.

Kou ack ack ack, kou ack ack ack,
kou ack ack ack ack kaa.
Kou ack ack ack, kou ack ack ack,
kou ack ack ack ack kaa.

15. Dezember 2011 – Morsgrisar är vi allihopa


„Mutterschweine sind wir alle zusammen, du auch und ich auch!“ – da wird einem doch richtig weihnachtlich zumute! Dieses Lied hat wohl eher nichts mit christlichen Traditionen zu tun und kann daher auch gerne beim Tanz um die majstång gesungen werden. Daher gehört dazu natürlich auch ein Tanzspiel: Man fasst sich an den Händen, tanzt im Hopserlauf um den betreffenden Baum und zeigt bei den Worten „ich auch“ auf sich, bei „du auch“ auf irgend jemand anderen. Zugegeben, eher ein Spiel für Kinder, aber an Weihnachten und Mittsommer darf halt jeder Kind sein.

Eigentlich sind diese Um-den-Baum-Tanz-Lieder eher einfach gehalten. Jul i folkton (Weihnachten im Volkston), eine Folk-Gruppe, die jedes Jahr mit traditionellen Weihnachtsliedern in modernen Folk-Arrangements quer durch Schweden tourt, ist das aber zu langweilig: Sie singen Morsgrisar als Polska; einer traditionellen Tanzform, deren rhythmische Feinheiten mir noch ziemlich schleierhaft sind und die anscheinend auch in jedem Dorf etwas anders ausgeprägt sind. Mit Polka hat der/die/das Polska jedenfalls nichts zu tun. Angeblich handelt es sich lediglich um einen 3/4-Takt, wie beim Walzer – nur eben rhythmisch etwas unsauber gespielt. Naja – gegen den/die/das Polska sind die rhythmischen Unregelmäßigkeiten beim Wiener Walzer auf jeden Fall ein Kinderspiel.

Morsgris (Mutterschwein) bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie „Verzogene Göre“. In dieser Bedeutung ist das Wort zum ersten Mal im Jahr 1613 schriftlich festgehalten worden – lustigerweise ungefähr zur selben Zeit wie unsere „Göre“. Es ist eng mit dem dazugehörigen Lied verknüpft und daher wird vermutet, dass auch schon im 17. Jahrhundert „morsgrisar är vi allihoppa!“ gesungen wurde.

Um der Gleichberechtigung der Geschlechter gerecht zu werden, singt Jul i folkton übrigens noch eine zweite, „lange vergessene“ Strophe dieses alten Volkslieds: „Männerschweine sind wir alle zusammen!“

Morsgrisar är vi allihopa, allihopa, allihopa!
Morsgrisar är vi allihopa, allihopa, jag med!
Du med, och jag med, du med och jag med!

Mansgrisar är vi allihopa, allihopa, allihopa!
Mansgrisar är vi allihopa, allihopa, jag med!
Du med, och jag med, du med och jag med!

14. Dezember 2011 – Knalle juls vals


Knalle jul, der fahrende Weihnachtsbaumverkäufer, ist zurück. Dass die Folk-Formation Triakel, die wir schon am 3. Dezember vorgestellt haben, sich dieses Liedes angenommen hat, kann wohl als Beweis dafür gesehen werden, dass Knalle juls vals ein echtes Volkslied geworden ist.

Nett ist übrigens auch der Text des dritten Refrains:

Meine kleine Frau, du bist so süß!
Jetzt ist es Weihnachten… du kochst Grütze!
Du hast zum knalle mit den lustigen Liedern gehalten
als alle dachten, er wäre ein Rindvieh!
Meine kleine Frau, wir kommen bald!
Jetzt fahr ich heim, ich will was zu Essen haben
und hier ist der Baum, wenn du ihn haben willst
und hier sind dreihundert Kronen, die ich gespart habe!

Här va det gran! Här va det gran!
Den finaste i stan te dopparedan!
Ensam ho står! Sista som går!
Hundra hoggde jag i år!
Pengar blir det! Nu ska vi se:
Jo nittinie ga mig trehundratre
kronor i år! Sista som går!
Här drar kallt om ben och lår.

Mi lella gran, så grön och fin,
du luktar gott som terpentin!
Vell ingen ha dig får jag la ta dig
som rövat bort dig ur skogen din.
Mi lella gran, så smal och ful,
kom ta en vals med Knalle Jul!
Här har du knallen med glada trallen
och han har penningar och häst i skjul!

Kylan är svår! Vintern i år
han kommer la te jul så vitt jag förstår!
Här va det gran! Sista i stan
dagen före doppardan!
Natten blir kall…bra i så fall
att märra står i Pelle Jannesa stall!
Hästen mår gott! Hö har ho fått.
Jag la dit en extra tott!

Mi lella gran, så grön och fin…

Snart kör la vi hem till Sofi,
här ble det längre än det brukar å bli,
jag har fått nog, slutar mitt knog,
hinner inte gå på krog!
Nu, tror Sofi, sitter han i
mjuka soffan och serverader blir
av servitris, men som surpris
kör jag nykter hem precis.

Mi lella fru, du är så söt!
Nu är dä jul… du kokar gröt!
Du höll på knallen med glada trallen
när alla trodde han va ett nöt!
Mi lella fru, vi kommer snart!
Nu kör jag hem, jag vell ha mat
Och här är grana, om du vell ha’na
och här trehundra kroner som jag spart!

Mi lella fru, du är så söt!…

13. Dezember 2011 – Luciasången


Ok, ich gebe zu, eine große Überraschung ist das heutige Türchen nicht. Es ist der 13. Dezember – Luciatag – und wir haben ein das Lucialied. Die Feierlichkeiten rund um das Luciafest gehören zu Schweden wie köttbullar, rote Häuser und das systembolaget (der staatliche Alkoholmonopolist).

Im julianischen Kalender fiel die Wintersonnenwende auf den 13. Dezember – ein Umstand, der uns so schöne Bauernregeln wie „An Sankt Lucia ist der Abend dem Morgen nah“ und „Sankt Luzen tut den Tag stutzen“ gegeben hat. Wie andere weihnachtliche Bräuche – Weihnachtsbaum, Tannengrün, Adventskranz… – sind daher auch viele der schwedischen Luciatraditionen auf heidnische Vorgänger zurückzuführen. Es geht also im Kern weniger um das Gedenken der Märtyrerin Lucia von Syrakus, sondern eher um die Feier der längsten Nacht des Jahres: Ab jetzt werden die Tage wieder länger und das bedeutet, dass auch der Sommer wiederkehrt.

Die wohl bekanntesten Zutaten der Lucia-Feierlichkeiten, das Tragen weißer Gewänder und Kerzen, stammen aus Westschweden und sind erstmals im 18. Jahrhundert belegt. Aber erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie auch in anderen Teilen des Landes bekannt, als man die westschwedischen Tradition in Skansen einführte, um sie der Nachwelt zu bewahren. Spätestens als dann 1927 zum ersten Mal eine Stockholmer Zeitung eine Lucia wählen ließ, die den Kerzenkranz im Haar tragen und den Lucia-Zug anführen sollte, hatte sich die Feier des Luciatags endgültig durchgesetzt.

Ursprünglich vor allem in Schweden beheimatet, wird der Luciatag heute im ganzen skandinavischen Kulturraum gefeiert – und deshalb gibt es auch diese finnische Version vom Luciasång (Lucialied):

Pyhä Lucia

Taivaalla tähtivyö
kirkkaana loistaa,
viestiä jouluyön
tuikkeensa toistaa.
Metsiin jo Pohjolan
vaipan luo hanki,
ja maa on valkean
verhonsa vanki.
|: Taivainen kirkkaus,
riemuisa julistus.
Kynttilät syttyy,
kynttilät syttyy. ­:|

Kiteet luo helmivyön
valkoiseen kaapuun.
Kätköstä talviyön
luoksemme saapuu.

Sankta lucia ljusklara hägring
Sprid i vår vinternatt glans av din fägring
|: Drömmar med vinge sus under oss sia
Tänd dina vita ljus sankta lucia. ­:|