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21. Dezember 2011 – Julbocken


Angeblich hat der allmächtige Coca Cola-Konzern 1931 den Weihnachtsmann mit rotem Mantel und Rauschebart erfunden – das behauptet der Konzern zumindest von sich, auch wenn diese Tradition offensichtlich einige Jahre älter ist und auf noch viel ältere Bräuche zurückgeht. Selbst die Frage, ob Coca Cola mit seinen alljährlichen Werbekampagnen einen entscheidenden Anteil an der Verbreitung des Weihnachtsmanns hatte, ist umstritten. Eins ist aber sicher: Bevor der dicke, alte Mann mit Bart, Mantel und Mütze die Geschenke brachte, war die Welt der Gabenbringer wesentlich bunter. Während in Deutschland das Christkind kam, waren in Spanien die Heiligen Drei Könige für Geschenke zuständig, in Italien gab es die Hexe Befana.

Auch Schweden hatte früher seinen eigenen Lieferanten schöner Dinge. Wie in vielen anderen Ländern ist Julbocken (der Weihnachtsbock) aber mittlerweile vom Weihnachtsmann abgelöst worden. Heute findet man ihn in erster Linie aus Stroh geflochten (sogenanntes halmslöjd) als kleinen Weihnachtsbaumschmuck, aber auch als überlebensgroßes Wahrzeichen der Stadt Gävle. Übrigens geht auch diese Tradition auf heidnische Rituale zurück: Der Bock steht für die jährlich wiederkehrende Fruchtbarkeit der Erde und symbolisiert den Donnergott Thor.

En jul när mor var liten
hörde hon hur någon en kväll
stod där ute och stampa
och gav dörr’n en smäll.
In där klev en julebock,
skäggig och med luden rock.
Han tog ur en påse
små paketer opp.

Mor, hon fick en docka,
mycket söt och riktigt klädd.
Men när bocken hoppa,
oj vad hon blev rädd.
Mor, hon har en bror du vet,
han fick också sitt paket
och i det han fann en
trumma och trumpet.

Nu är bocken gammal.
Han är nog båd’halt och grå.
Men han kanske hittar
hit till oss ändå.
Stiger in med påsen stor,
ser sig kring och frågar mor:
”Ar det här, de glada,
snälla barnen bor?“

Vorgezogener Nachtrag

Da das Video oben in Deutschland bestimmt wieder nicht funktioniert, hier direkt eine Alternative:

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6. Dezember 2011 – Goder afton


Und noch ein Klassiker von Alice Tegnér – ihre Lieder sind wirklich sehr beliebt. Der Text ist nicht unbedingt weltbewegend: Guten Abend meine Damen und Herren, wir wünschen Euch eine fröhliche Weihnacht.

Die Aufnahme stammt von einer Schallplatte mit dem Titel Sjung med oss, mamma, die in Schweden schon fast Kultstatus erlangt hat: 1963 hat Alice Babs – erste schwedische Grand-Prix-Teilnehmerin und dem deutschen Publikum durch Interpretationen von Schlagern wie Lollipop, Ein Mann muß nicht immer schön sein oder In einer kleinen Konditorei vielleicht bekannt, in Schweden aber auch als ernst zu nehmende Jazz-Sängerin aktiv – zusammen mit ihrer Tochter Titti eine Auswahl von Liedern Alice Tegnérs aufgenommen. Mit von der Partie war auch Torsten, der Sohn von Alice Tegnér.

Die Arrangements der Kinderlieder sind großartig und stilistisch weit gefächert, von einfachen, wie dem hier vorgestellten Goder afton, über 60-er Jahre typische Schlager aller Art bis hin zu einer dreistimmigen Fuge über Mäh, mäh, weißes Lamm!

Goder afton, goder afton, både herre och fru,
vi önskar Eder alla en fröjdefull jul!

Nachtrag

Da das Video in Deutschland gesperrt ist, hier noch eine isländische Version: