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Zwischen Wollen und Sollen


Gerade haben wir eine Woche Herbst“ferien“ hinter uns. „Ferien“ in Anführungszeichen, weil die Schüler zwar Ferien, wir Lehrer aber Fortbildungstage haben. Da ich ja gerade Teilzeitstudent an der Musikhochschule in Ingesund/Arvika im Fach Orchesterleitung bin, passte es ganz gut, dass das zweite von insgesamt fünf Wochenendseminaren an diesem Wochenende lag, dieses Mal in Mjölby, denn im Anschluss an die zwei Tage Kurswochenende fand gleich noch das zweitägige Symposium für Leiter von Jugendorchestern statt.

Auch diesmal konnten unsere Dozenten und Kurskollegen aus Norwegen nur via Zoom teilnehmen, was zu teilweise absurden Unterrichtssituationen führte. An Vorlesungen und Seminare vor dem Bildschirm haben wir uns ja alle inzwischen gewöhnt, aber ein Orchester aus einem Ipad zu dirigieren ist eben doch für alle Beteiligten irgendwie… meeeh.

Ganz klein: Der Kurskollege im iPad dirigiert uns aus Norwegen, daneben sitzt unser Kursleiter.

Aber das war eigentlich nur ein Randphänomen dieser vier Tage. Aus Gründen war dieses Jahr die Teilnehmerzahl des Symposiums auf 40 begrenzt, in einem Saal für über 400 Personen, und man merkte, wie ausgehungert alle waren, endlich mal wieder spielen zu dürfen.

Beim Symposium mit Masterclass waren wir ein paar mehr Teilnehmer – endlich mal wieder ein richtiges Orchester.

Beim Spielen waren alle durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt, plus 1,5m Abstand. Auch das drumherum – Hotel, Mahlzeiten, Kaffeepausen – war alles richtig toll coronamäßig organisiert, sodass man nie jemandem zu nah kommen musste, und alle fünf Meter stolperte man über Handdesinfektionsmittel.

An der Hotelrezeption: „Dippe deinen Finger (in Desinfektionsmittel), bevor du deinen Code eingibst!“

Am Ende der vier Tage fühlte man sich in Ideen mariniert und hatte so richtig Motivation für die Orchesterarbeit getankt. Und sowieso und überhaupt war die Welt mal für ein paar Tage in Ordnung, auch weil man vier Tage lang keine Zeit, Lust und Gelegenheit hatte, ins Handy zu gucken um die Nachrichtenlage zu checken, sondern einfach mal einer Bubble der Glückseligkeit leben durfte.

Zwei Tage später, am Donnerstag, wurden für fünf Regionen Schwedens „verschärfte Empfehlungen“ verkündet.

Nun hat es Schweden ja bekanntermaßen nicht so mit Verboten und gesetzlich verankerten Einschränkungen des öffentlichen Lebens, dennoch haben die „Empfehlungen“ der Folkhälsomyndigheten denselben Stellenwert einer deutschen Verordnung – mit dem kleinen Unterschied, dass man nicht belangt werden kann, wenn man dagegen verstößt. In Schweden regelt das die Selbstkontrolle, bzw. die soziale Angst davor, aus der Reihe zu tanzen.

Die „verschärften Empfehlungen“ die jetzt also in Stockholm, Västra Götaland, Skåne, Uppland und Östergötland und damit für rund 6 der 10 Millionen Einwohner Schwedens gelten, umfassen unter anderem:

  • Vermeiden von Aufenthalt in geschlossenen Räumen wie z.B. Geschäfte, Einkaufszentren, Bibliotheken, Museen, Theater, Bibliotheken, Schwimmhallen und Fitnesscentern. Ausgenommen sind Supermärkte und Apotheken.
  • Keine Teilnahme an Konferenzen, Vorstellungen, Konzerten, Training oder Wettkämpfen. Ausgenommen ist Training für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sowie Profisport.
  • Keine Feste und sozialen Kontakte mit Menschen außerhalb des eigenen Haushalts.

Im Vergleich zu wie es in Schweden im Frühjahr war, wo nur Abstand halten, Händewaschen und bei Symptomen zuhause bleiben kommuniziert wurden, sind das jetzt deutlich schärfere Maßnahmen und glaube ich ziemlich ähnlich mit dem, was ab Montag auch in Deutschland gilt. Abgesehen davon dass niemand wegen Verstößen bestraft werden kann.

Als Betriebsrat wurde Jonas gestern zu einer außerordentlichen Zoomkonferenz einbestellt, um zu diskutieren, was das jetzt für uns an der Kulturschule heißt. Da wir dem Selbstverständnis nach mehr Schule als Freizeitaktivität sind, wird der Unterricht weiterhin stattfinden, allerdings keine Konzerte, Schüler dürfen sich nicht mehr in den Korridoren aufhalten, Eltern sollen draußen warten. Was für die Orchester gilt, werden unsere Chefs im Einzelfall beurteilen. Hmpf.

Freitagmorgen war ich noch das letzte Mal beim Schwimmtraining, um 12:00 sollte die Schwimmhalle für die Öffentlichkeit dicht machen. Wir waren noch zu dritt. Jeder hatte drei Bahnen für sich. Yeah.

Leere Umkleidekabine morgens um 6:20, bevor um 12:00 alle Schwimmbäder dicht machen müssen.

Streamingtipp


Morgen haben wir – der Lieblingskollege und ich – das erste Konzert seit Weihnachten mit unserem Jugendorchester. Nach den Sommerferien durften wir wieder proben, nachdem wir unseren kleinen Probensaal so gut es ging „coronasicher“ gemacht haben, was auch immer das bedeuten mag. Wir sitzen mit Abstand. Irgendwie.

Weil unsere Stammkirche mit rund 400 Sitzplätzen das Versammlungsgebot von maximal 50 Personen so auslegt, dass die Mitwirkenden mitzählen, weichen wir in eine andere Kirche aus, die zwar nur rund 150 Sitzplätze hat, die aber einer anderen Konfession angehört und wo die Mitwirkenden von der 50-Personen-Regel ausgenommen sind. So können wir morgen mit unseren rund 30 Orchestermitgliedern vor 40 Gästen spielen, mehr können wir guten Gewissens nicht in die Kirche reinlassen. Und natürlich, so will es der Zeitgeist, wird das Konzert livegestreamt:

Morgen, am Montag um 20:00. Wer möchte, ist so herzlich willkommen, wie es das digitale Format ermöglicht.

Wir spielen Musik aus den 80ern, das war ein Wunsch unseres Orchesters. Pädagogisch kann ich da voll und ganz dahinter stehen – wenn es dazu führt, dass unseren Jungs und Mädels die Lust am Musizieren trotz Corona erhalten bleibt, dann ist mir (fast) jedes Mittel recht.

Valborgsmässoafton im Netz


Normalerweise feiert man in Schweden am Abend des 30. April Valborgsmässoafton, Walpurgisnacht. Bei uns sieht das in Nicht-Corona-Zeiten so aus, dass im Park ein paar Zelte aufgestellt werden, wo lokale Vereine ihre Vereinkassen aufputzen durch Würstchen- und Popcornverkauf usw., mein Orchester wechselt sich auf der Bühne mit dem Kirchenchor ab, zwischendurch hält die Lokalprominenz die sogenannte Vårtal, (Frühlingsrede) und die Pfadfinder kümmern sich darum, gesammelte Gartenabfälle in ein großes OsterWalpurgisfeuer zu verwandeln. Zur Tradition gehört auch, dass es vorher wochenlang warm und sonnig ist, aber just an diesem Tag Regen, Wind und einstellige Temperaturen herrschen.

Da sogar in Schweden zur Zeit keine Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern stattfinden dürfen, wird unsere diesjährige Valborgsmässoaftonfeier ins Netz verlegt.

Dafür standen der Lieblingskollege und ich gestern vormittag einige Stunden vor der Kamera. Da der Kirchenchor aufgrund seiner Altersstruktur gerade gar nicht probt, sprangen wir als Duo Clariano kurzfristig ein und nahmen ein paar Stücke auf. Das klingt jetzt so locker fluffig, aber wir haben dafür kein Tonstudio zur Verfügung, sondern die Aufnahmen fanden in der Kirche statt. Woran weder wir noch der Tontechniker-Kameramann-Pastor vorher gedacht hatten, war, dass im Vorraum der Kirche gerade die Toiletten renoviert und umgebaut werden, so mit Wände einreißen und so. Und bevorzugt, wenn wir gerade den Schlussakkord oder leise Passagen spielten, fiel draußen wieder ein Stück Wand dem Vorschlaghammer zum Opfer und wir konnten wieder von vorne beginnen. Vor der Mittagspause hatten wir dann aber doch knapp dreißig Minuten Programm im Kasten. Ich bin so mittelmäßig zufrieden mit der (musikalischen) Qualität, aber in Anbetracht der kurzen Vorbereitungszeit war das eben das, was gerade drin war.

Abends hatten wir Probe mit unserem Orchester (draußen, wegen Abstand und so) und auch hier war der Plan, ein paar Stücke aufzunehmen. Natürlich begann es pünktlich zu Probenbeginn an zu regnen, auch online wird diese Tradition nicht vernachlässigt. Wir haben aber ganz tolle Jugendliche, die das ohne Murren und Klagen mitgemacht haben. Herzchenaugensmiley.

Die ganze Sendung mit Frühlingsrede, Musik und Musikquiz zum Mitmachen wird am Donnerstag nachmittag/abend auf den Youtubekanälen der Kirchen bei uns im Ort online gestellt: Klick.

Post von Notposten


Diese Woche kam ein langersehntes Päckchen. Dass es irgendwann kommen würde, wusste ich eigentlich schon seit über einem Jahr, aber der Weg dorthin war ziemlich lang.

Die Geschichte beginnt 2016, als die Kulturschule einen Ausflug mit ungefähr 150 Schülern der zweiten bis vierten Klasse nach Varberg plante. Mitfahren sollten Kinder, die auf eine der acht Schulen gehen, an denen wir nachmittags kostenlosen Tanz-, Zirkus-, Kinderchor- und Orchester-Instrumentalunterricht anbieten. Geplanter Höhepunkt der Reise war ein Open-Air-Konzert mit allen Teilnehmern. Und als Höhepunkt des Konzerts wünschte sich unser Chef ein Orchester aus allen gut einhundert Instrumentalisten.

Die Musiker unter unseren Lesern wissen sicherlich, wie schwierig es ist, Neuanfänger auf Streich- und Blasinstrumenten unter einen Hut zu bringen. Tonarten, Tonräume, Rhythmen… jedes Instrument benötigt seinen ganz eigenen allerersten Anfang. Die Begeisterung über die Idee unseres Chefs, alle Schüler gleichzeitig auf die Bühne zu bringen, hielt sich im Kollegium daher eher in Grenzen.

Nach einigem Überlegen begann jedoch mein Komponisten-Gehirn zu rattern. Einschränkung ist ja bekanntlich einer der größten Motoren für Kreativität. Ich unterhielt mich mit meinen Kollegen; fragte, wie sie den Unterricht im ersten Jahr gestalten, was man den Schülern so zutrauen könnte, was im Orchester funktionieren würde. Und dann machte ich mich an die Arbeit. Nach ein paar Stunden standen die ersten Skizzen, nach einigen Tagen waren ganze zehn Stücke fertig. Mit einigen musikalischen Kniffen im kompositorischen Werkzeugkasten war es letzten Endes gar nicht so schwierig, musikalisch sinnvolle Orchestersätze zu schreiben, die Rücksicht auf die methodischen Anforderungen der einzelnen Instrumente nehmen.

Drei Stücke wurden ausgewählt und alle übten fleißig mit ihren Schülern. Dann kam die Reise, das Projekt glückte (halbwegs, denn auch das beste Material scheitert an mangelnder gemeinsamer Probezeit…) und die Noten verschwanden in einer dunklen Ecke meiner Festplatte…

…bis Anfang 2019, als ich auf einem Kongress für Streichinstrumentlehrer war. Neben Workshops, Kursen und vielen Gesprächen mit Kollegen gab es dort auch einige Instrumentenbauer und Verlage, die ihr Angebot der versammelten Streicherpädagogenschar Schwedens präsentierten. Ich kam mit einem Verleger ins Gespräch und fragte ihn, ob er an meinem Material für Anfänger-Sinfonieorchester interessiert wäre.

Er war. Sehr sogar.

Wieder zu Hause machte ich mich direkt an die Arbeit, die Noten verlagsfertig aufzubereiten. Zunächst einmal fehlten viele Blasinstrumente; am ursprünglichen Projekt waren nur Klarinetten, Flöten, Trompeten und Posaunen beteiligt. Es fehlten Horn, Oboe, Fagott, Quintfagott (eine Art Mini-Fagott für Kinder) und Saxofon, außerdem eine Klavierstimme, Mallets (auch Stabspiele genannt), Percussionstimmen, E-Bass (für alle unterpriviligierten Kulturschulen, die keine Kontrabassisten ausbilden) und, wie sich später heraustellen sollte, auch noch einige Blechbläserstimmen für Kinder in Brass-Bands, da diese ihre Instrumente speziell notieren.

Nachdem mir dann eine ganze Stunde wertvoller Lehrerkonferenzzeit gewährt wurde, um das komplette Material mit meinen Kollegen durchzuspielen, zu diskutieren und Korrektur zu lesen, mussten noch einige Änderungen eingearbeitet sowie ein Stück quasi komplett neu geschrieben werden.

Danach ging es ans Layout, was am Ende wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch nahm als alle anderen Arbeiten zusammen; schließlich muss nicht nur die Partitur, sondern auch sämtliche Einzelstimmen zurechtgerückt und leserlich gestaltet werden. Insbesondere pädagogisches Material erfordert hier höchste Sorgfalt, damit die Schüler nicht von schlecht platzierten Zeilenumbrüchen, überflüssigen Seitenwechseln oder einem unnötig überladenen Notenbild völlig überfordert werden.

Gleichzeitig wollte der Verlag Druckkosten sparen. Zehn Stücke waren zu viel, sonst hätte jede Stimme zwei A3-Bögen gebraucht. Wir einigten uns auf sieben Stücke, das ließ sich auf einen A3-Bogen pro Instrument drucken, ohne auf ein pädagogisch geeignetes Notenbild zu verzichten. Die Seitenränder mussten dem Verlagsstandart angepasst werden, ebenso der Abstand zwischen den Notensystemen, Überschriften, Stücken, Fußzeilen, Kopfzeilen… Hätte ich all diese Informationen von Anfang an gehabt, hätte ich mir einiges an doppelter Arbeit sparen können. Aber für den zweiten Band weiß ich es jetzt. Denn das war dem Verleger auch noch wichtig, dass auf der Titelseite Teil 1 stehen sollte… Drei Stücke für Teil zwei habe ich ja schon.

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Verlagsreklame

Am Donnerstag kamen nun endlich meine zwei Referenzexemplare. Der Verlag (Notposten) macht immer im April eine große Werbekampagne mit den Neuheiten des Jahres, daher dauerte es so lange von den ersten Gesprächen bis zur Herausgabe. Von meiner Seite hätten die Noten auch schon im Sommer 2019 fertig sein können, aber gedruckt wird nur im März, damit alles gleichzeitig und mit viel Aufmerksamkeit auf den Markt kommen kann.

Jetzt heißt es wieder warten und Daumen drücken. Mal schauen, wie viele Exemplare am Ende verkauft werden. Bestellen kann man die Noten übrigens hier.

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19. Dezember: Abgehakt!


Puh, geschafft, das war’s. Der Advent (von lat. advenus: Hauptkonzertsaison – oder so) ist für uns beide vorbei. Jetzt können wir uns endlich noch ein paar Tage auf Weihnachten und die Ferien vorbereiten und freuen. Dafür muss ich allerdings erst einmal den passenden Schalter finden um aus dem Abhak-Modus rauszukommen: Hier noch eine Probe, da noch eine Unterrichtsstunde, Konferenz fertig, Konzert gespielt. Deshalb kommt hier jetzt etwas Selbsttherapie, um die Zeit seit den Herbstferien zu sortieren und zu verarbeiten. Das soll jetzt weder nach Genörgel noch nach Angeberei klingen, ich muss einfach für mich zusammenfassen, was wir alles erlebt haben. Wer bei welchem Konzert eingespannt war, könnt ihr euch wahrscheinlich selbst ausrechnen:

  • Mozart-Requiem an Allerheiligen
  • Konzertreise nach Oldenburg
  • eine Vormittagstourné mit unserem kleinen Streichorchester und zwei Schulkonzerten
  • Schulfest an einer der Schulen, an der die Kinder während der Hortbetreuung Geigenunterricht bekommen können
  • Foyerkonzert mit dem älteren Orchester als Auftakt eines Konzerts von Schwedens einzigem professionellen Streichorchester und Benjamin Schmid
  • Platzkonzert mit Anknipsen der Weihnachtsbeleuchtung in Fristad
  • Bachs Weihnachtsoratorium zum 1. Advent
  • großes Abschlusskonzert aller Streicher
  • feierliches Adventskonzert der Kulturschule in der größten Kirche von Borås
  • großes Weihnachtskonzert der Musikschule in Fristad
  • Abschlussveranstaltung mit Schülern von drei Schulen im Osten der Stadt
  • Lucia
  • Lucia
  • Lucia
  • Händels Messias in der etwas skurrilen Bearbeitung von Mozart
  • mein (Jonas) Debut als Korrepetitor beim Solistenkonzert einer Geigenkollegin
  • festliches Weihnachtskonzert mit Fristads Ungdomsorkester
  • zwei Konzerte mit kleineren und größeren Streichersolisten.

Außerdem:

  • 400 Seiten Kursliteratur lesen
  • 4-Seiten-Aufsatz schreiben
  • kritisches Gegenlesen von zwei 4-Seiten-Aufsätzen von Kurskameraden und Verfassen einer einseitigen Kritik
  • 15-Seiten-Aufsatz schreiben
  • kritisches Gegenlesen eines 15-Seiten-Aufsatzes eines Kurskameraden und Verfassen einer 5-seitigen Kritik
  • 1-seitiges Exposé zu einem 15-Seiten-Aufsatz schreiben, der bis Anfang Januar fertig sein muss

Außerdem:

Zimmermänner, Schreiner, Elektriker, Maler, Kamininstallatöre, Kaminkehrer und kommunale Bauaufsicht miteinander jonglieren.

So, das hat gut getan. Zeit, diesen Advent abzuhaken… Morgen dann nur noch das Unterrichtszimmer aufräumen und schonmal Noten kopieren für das nächste Halbjahr, dann kann man das auch schon wieder abhaken. Und am Freitag julfika mit den Kollegen. Uff.

Oh nein, ich will doch nichts mehr abhaken!

4. Dezember: Jauchzet frohlocket


Leider steht Borås als alte Arbeiterstadt kulturell nicht immer in allerster Reihe. Und auch nicht in zweiter, vor allem, was Musik anbelangt. Aber immerhin: wir haben ein semi-professionelles Sinfonieorchester, einen sehr aktiven Kammermusikverein, der wirklich gute Leute in die Stadt holt und sogar einen Verein für Neue Musik (mit ziemlich großem N (Achtung, Musikerinsiderwarnung)); außerdem noch eine ganze Reihe Amateurensembles wie zum Beispiel eine ziemlich gute Big Band (die Annikas Lieblingskollege leitet), einen Kammerchor (den ich neuerdings zur Hälfte leite, aber dazu wann anders mehr), ein kleines Kammerorchester, eine Brass Band und mit Sicherheit noch einiges mehr; und manche unserer Kollegen werden auch ab und zu aktiv und stellen musikalische Projekte auf die Beine.

Was bis letztes Jahr allerdings völlig an mir vorbeigegangen war, sind die zwei Oratorienchöre der Stadt. Gut, zugegeben, die Chöre teilen sich mindestens achtzig Prozent der Mitglieder, aber wenn man zwei große Kirchen mit engagierten Kirchenmusikern hat, wollen natürlich beide große Projekte auf die Beine stellen. Letztes Jahr wurde ich zweimal als Aushilfe im Orchester eingekauft (Brahms- und Mozart-Requiem), dieses Jahr werden es insgesamt sogar dreimal sein. Wieder Mozart (das macht die Carolikirche jedes Jahr), dazu übernächstes Wochenende Händels Messias und am vergangenen Sonntag, wie sich der aufmerksame Überschriftenleser jetzt mit Sicherheit denken kann, Bachs Weihnachtsoratorium (Teile eins bis drei). Zuletzt habe ich das Oratorium in Karlsruhe mit der Hochschule gespielt, inklusive Coaching in historischer Aufführungspraxis. Auf diesem Niveau bewegte sich diese Aufführung natürlich nicht, eher so, wie man es sich von einer mittelgroßen Stadt erwartet. Das größte Problem war wie immer in der Gustav-Adolfs-Kirche die Akustik, die einem das Leben echt nicht leicht macht. Aber alles in allem war es doch eine ganz solides Konzert, und vor allem war es eine Freude, endlich einmal wieder dieses fantastische Werk zu spielen.

Orchesterreise nach Oldenburg in Holstein


Normalerweise legen wir unsere Konzertreisen ans Schuljahresende, denn bis dahin hat man die Jüngsten (bei uns ca. 11-12 Jahre) soweit ins Orchester integriert, dass eine Reise machbar und das Orchester auf einem gut spielbaren Niveau ist. Doch die Einladung aus Oldenburg in Holstein zu einem Festival im November, die wir im Februar bekommen hatten, war zu verlockend, sodass wir trotz des frühen Termins im Schuljahr nicht nein sagen konnten und wollten.

So waren wir im Juni mit unserem Orchester eine Woche in Heidenheim, aber leider hatten wir dieses Jahr ungewöhnlich viele Abiturienten, die uns nach den Sommerferien verließen. An sich kein Problem, denn an Nachwuchs mangelt es uns derzeit auch nicht, aber es braucht immer eine Weile, bis ein Orchester nach so einem Generationenwechsel wieder neu zusammengewachsen und man wieder auf dem alten Niveau ist. Wir hatten also seit den Sommerferien knapp drei Monate, um ein neues Programm zu erarbeiten.

Eigentlich spielen wir hauptsächlich symphonische Blasmusik und eher wenig „Uff-da-da“, aber das Festival in Oldenburg erforderte ein etwas anderes Auftreten. Insbesondere, was das figurative Marschieren angeht, war unser Orchester gänzlich unerfahren. Aber mein Lieblingskollege hat seinen Militärdienst seinerzeit im königlichen Musikcorps geleistet und war guter Dinge, dass das Orchester ein paar einfachere Figuren hinkriegen würde.

Neu war auch, dass wir erstmalig eine Zusammenarbeit mit der Kulturschule und deren Tanzkompanie anstrebten, was die Logistik hinter der ganzen Reise nicht unbedingt erleichterte.

Das figurative Marschieren konnten wir natürlich nicht in unserem Orchestersaal proben und eine freie Turnhalle zu unserer üblichen Probenzeit am Montagabend zu kriegen, war unmöglich. Daher probten wir im September noch auf dem Bolzplatz der benachbarten Grundschule, aber irgendwann war der Boden dort so aufgeweicht, dass an Marschieren nicht mehr zu denken war. Kurzzeitig wichen wir dann auf den Schulhof der Mittelschule aus, aber dann rückten dort die Bagger zwecks Schulhofumgestaltung an. Schließlich landeten wir auf dem Parkplatz des Schulzentrums, den wir immer nach Schulschluss am frühen Nachmittag heimlich und nur so halb legal mit Baustellenband absperrten, damit bis abends keine neuen Autos dort standen.

Die Beleuchtung dort war nur spärlich, sodass wir ab Oktober in nahezu völliger Dunkelheit und bei jedem Wetter draußen probten. Aus gruppendynamischer Perspektive jedoch eine großartige Maßnahme – nichts schweißt so sehr zusammen, wie jeden Montag im Dunkeln bei Regen und Schneefall singend (denn die Instrumente wollten wir dann nicht so sehr strapazieren wie unsere Orchestermitglieder) über einen leeren Parkplatz auf und ab zu marschieren…

Doch die Mühe zahlte sich aus und so erlebten wir letztes Wochenende eine sehr gelungene Reise zum Festival „Faszination Musik“ in Oldenburg (in Holstein, nicht in Niedersachsen). Tolle Organisation, großartige Stimmung… Viele Grüße an dieser Stelle an die Veranstalter!

Kostprobe gefällig?

 

Sehr süßer Vorfall auf der Reise: Als wir auf dem Hinweg am Freitagabend unsere Fähre von Rødby nach Puttgarden knapp verpassten und 35 Minuten warten mussten, stellte sich unser Orchester quasi von alleine am Fähranleger auf. Schließlich war da eine große asphaltierte Fläche MIT Beleuchtung! Eine Mutter hat das gefilmt und auf Facebook gestellt (öffentlich, man braucht kein FB-Konto). Die anderen Autofahrer am Anleger haben nicht schlecht gestaunt…

Jetzt haben wir immerhin 2 Wochen, um neues Repertoire bis zur ersten Adventsmucke einzustudieren und 5 Wochen bis zum großen Weihnachtskonzert…

 

Fortbildung in Oslo


Der Herbst ist jobbmäßig immer eine Herausforderung: weil das Herbsthalbjahr von August bis Weihnachten etwas kürzer ist als das Sommerhalbjahr von Januar bis Juni, weil es immer ein paar Wochen braucht, bis der Stundenplan mit neuen und alten Schülern endlich steht, und weil man mit neuen Schülern und neu zusammengesetzten Orchestern und Ensembles trotzdem bis spätestens Advent was Brauchbares auf die Beine gestellt haben muss. Unterbrochen wird das Herbsthalbjahr lediglich von einer Woche „Herbstferien“ die immer in Kalenderwoche 44, also so um den ersten November liegt. Herbstferien deswegen in Anführungszeichen, weil die Woche nur für die Schüler frei sind, wir Lehrer aber in dieser Woche „Studientage“ haben und angehalten sind, Fortbildungen zu besuchen oder Projekte mit Kollegen zu planen.

Dieses Jahr war ich zusammen mit einem Kollegen in Oslo auf einer dreitägigen Tagung für Blasorchesterdirigenten. Studienobjekt war das oder vielmehr die Schulorchester von Lørenskog, einem Vorort von Oslo. In Norwegen sind Orchester etwas anders organisiert als in Schweden oder Deutschland: die Musikschulen haben meist keine eigenen Orchester, dafür hat jede Schule (oder zumindest sehr viele Schulen) einen Förderverein, der wiederum einen Dirigenten beschäftigt, der in Zusammenarbeit mit den Musikschulen ein oder mehrere Schulorchester leitet. Und in Lørenskog funktioniert das offenbar besonders gut, wir wir und ca 100 weitere Tagungsteilnehmer aus ganz Schweden feststellen konnten: vier aufeinander aufbauende Kinder- und Jugendorchester für verschiedene Altersstufen, ein „Veteranorchester“ für Leute, die auch nach ihrer Schulzeit weiter im Orchester spielen wollen, ein Orchester für Menschen mit verschiedenen Funktionsvariationen, eine Bigband und ein Schlagwerkensemble. Das Ganze geleitet von einem Team, bestehend aus einem hauptamtlichem Dirigenten, einem Ensembleleiter/Arrangeur und zwei weiteren Teilzeitkräften. Einzelunterricht haben alle Kinder an der örtlichen Kulturschule.

Der hauptamtliche Dirigent war auch der Tagungsleiter und wir vermuten bis heute, dass der Mann entweder ADHS hatte oder der norwegische Staat Speed an seine Lehrkräfte austeilt oder beides zusammen. Unfassbar, welche Energie in diesem Mann steckte!

Nach einem vierstündigen Jubiläumskonzert anlässlich des 80jährigen Bestehens des Orchesters auf einem dreiteiligen Bühnenkomplex mit Licht- und Soundtechnik des norwegischen Rundfunks am Sonntagabend, erwarteten uns der Dirigent und der Arrangeur ab Montagmorgen um 9 mit einem bunten Strauß an Seminaren zum Thema Orchesterleitung und Jugendarbeit: angefangen von Probenmethodik und Motivation im Orchester, über „Wie baue ich eine funktionierende Schlagwerkssektion auf“, Schlagtechnik, „Arrangieren und Komponieren für Kinder- und Jugendorchester“, „Improvisation im Orchester“, eine Liveprobe mit einem der mittleren Orchester, Repertoirespiel und einem Meisterkurs Dirigieren für die Tagungsteilnehmer war so ziemlich alles dabei, was man in zwei Tage pressen kann. Ach ja, und eine „Shoppingtour“ zu Oslos größtem Notenladen war auch noch drin.

Mit anderen Worten: wir kamen zwar todmüde, dafür aber randvoll mit neuen Ideen wieder nach Hause. Bezahlt hat das Ganze übrigens hälftig unser Arbeitgeber und der nationale Verband schwedischer Blasorchesterdirigenten, welchem wir durch unseren Elternverein angeschlossen sind. Das Hotel war daher auch nicht von schlechten Eltern, ebenso wie das drei Gänge-Menü für die Tagungsteilnehmer und der Mietwagen, damit wir nicht mit unseren Privatautos ins verschneite Norwegen fahren mussten.

 

Für allgemeines Gelächter sorgte der Kellner, der beim abschließenden Tagungsdinner die schwedischen Gäste ausdrücklich um Entschuldigung für die norwegischen Bier- und Weinpreise bat, denn Getränke waren natürlich nicht inklusive.

Den Schwung aus der Fortbildung konnten wir dann direkt in unser Orchester mitnehmen, denn nur eineinhalb Wochen später sollten wir mit unserem Orchester und der Tanzkompanie der Kulturschule auf ein Festival nach Deutschland fahren…

 

Debut


Am vergangenen Montag hatte ich mein Debut am Dirigentenpult unseres traditionsreichen Jugendorchesters. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren stand jemand anderes als der Lieblingskollege vor dem Orchester. Als ich Anfang September angefangen habe, meine Stücke für dieses Konzert einzustudieren, war das zunächst mal ungewohnt für alle Beteiligten. Für mich wahrscheinlich noch am wenigsten, ich habe ja durchaus schon in anderen Zusammenhängen dirigiert oder bin mal für einzelne Proben eingesprungen. Aber für das Orchester ist das schon eine Umgewöhnung, denn jeder Dirigent hat ja seinen eigenen Handstil und seine eigene Art zu proben und die allermeisten Mitglieder im Orchester haben nie unter einem anderen Dirigenten gespielt als dem Lieblingskollegen. Und auch der Lieblingskollege selbst, mit dem ich für dieses Programm immer die Plätze tauschte zwischen Dirigentenpult und Bassklarinette, hatte nach eigener Aussage beinahe vergessen, wie schön es sein kann, im Orchester zu sitzen und zu spielen, anstatt vorne zu stehen.

Für mich sind das nahezu perfekte Bedingungen was die Orchesterleitung angeht: ein Orchester, das mich kennt und anerkennt, obwohl ich dort zwar bisher kaum dirigiert habe, aber seit vier Jahren als Orchestermitglied und Mädchen für alles dabei bin und ein erfahrener Kollege, der – im übertragenen Sinne – hinter mir steht, mir nach den Proben Feedback gibt und gleichzeitig das Taktgefühl hat, mich so dezent zu coachen, dass das Orchester davon quasi nichts mitbekommt. Nichts ist ätzender als Kollegen, die meinen, einen vor Schülern kritisieren zu müssen und einem damit die Autorität abgraben.

Unter diesen Voraussetzungen war das erste Konzert eigentlich ein Kinderspiel. Trotzdem war ich ziemlich nervös. Und natürlich, hinterher im Video sieht man 1000 Dinge, die man hätte anders und besser machen können, wo man genauer hätte proben sollen, welche Einsätze präziser hätten kommen sollen, undsoweiter… Was das angeht, bin ich selbst mein größter Kritiker.

Umso glücklicher macht es mich, wenn sich Zuhörer hinterher bei mir bedanken, und feststellen, dass das Orchester unter mir anders klingt – anders, nicht schlechter, nicht besser – als beim Lieblingskollegen und dass die Stückauswahl gefallen hat. Und wenn Eltern sagen, dass ihren Kindern die Proben mit mir Spaß machen. Letzteres ist mir eigentlich das Wichtigste.

Von daher schäme ich mich auch nicht, hier zwei Videos vom Konzert am Montag einzustellen. Leider etwas dunkel, aber das lag daran, dass die Kamera von der Kanzel direkt ins Gegenlicht geguckt und daher die Lichtverhältnisse falsch berechnet hat. Wir spielen unsere Konzerte für gewöhnlich nicht im Dunkeln :-)

 

Neue Herausforderungen (2/2)


Im Januar fand bei mir jobtechnisch eine strukturelle Umorganisation statt, die im Wesentlichen die Ursache für die längere Blogpause war…

(Edit: Ein guter Freund meinte, ich solle das was hier ursprünglich stand, nicht so stehen lessen, daher habe ich den ersten Absatz unter ein Passwort gestellt. Weiterlesen: Neue Herausforderungen (1/2). Das Passwort ist die Antwort auf die Frage: Wo haben wir geheiratet?)

Wirklich viel besser ist es auch jetzt nach einem dreiviertel Jahr nicht geworden, aber ich habe meine engsten Kollegen noch mehr schätzen gelernt, als ich es ohnehin schon vorher getan hatte. Das war einer der wichtigsten Punkte, um den wir in der Umstrukturierung gekämpft haben, nämlich unser Kollegium von sieben Fachlehrern zu erhalten und nicht beliebig Personen durch die Gegend zu tauschen, nur weil wir jetzt von einer größeren Organisation geschluckt wurden.

Der Lieblingskollege fragte mich in den Sommerferien, ob ich mir vorstellen könnte, in unserem Orchester mehr Aufgaben zu übernehmen, als „nur“ organisatorische. Bisher hatten wir die Arbeitsteilung „er steht vor dem Orchester, ich dahinter“. Will heißen: er ist der Dirigent, bestimmt die künstlerische und pädagogische Ausrichtung des Orchesters, zieht Konzerte und Gigs an Land und redet mit den wichtigen Leuten und ich wurschtel im Hintergrund, erstelle Teilnehmerlisten, kümmere mich um Werbung, Elterninformation, Flugbuchungen etc. pp. und bin natürlich auch einfaches Orchestermitglied, entweder im Schlagwerk an den Malletsinstrumenten (Xylophon, Marimbaphon, Röhrenglocken, Glockenspiel) oder an der Klarinette, je nach Bedarf. Und wenn er dann mal krank war oder sonstwie verhindert, habe ich schon auch mal dirigiert, aber das passierte höchstens ein-zweimal im Jahr. Nun also die Frage, ob ich mir ein „Upgrade“ zur zweiten Dirigentin vorstellen könnte.

Hier ein Video von 2015, mit einem Filmmusikmedley von John Williams.

Nun habe ich ja im Studium auch vier Jahre lang das Fach „Dirigieren“ belegt, aber nie wirklich Gelegenheit gehabt, praktische Erfahrung im Orchester zu sammeln, ich war immer mehr im Fach Chordirigieren verankert. Das klingt jetzt für Musiklaien vielleicht echt nerdig, zwischen Chor- und Orchesterdirigenten zu unterscheiden, aber es sind wirklich zwei Paar Schuhe. Insbesondere was die Probenmethodik angeht, kann man sich in einem Orchester echt unbeliebt machen, wenn man es wie einen Chor behandelt (und umgekehrt).

Aber vor dem Hintergrund, dass mir durch die Umstrukturierung beim Job einige liebgewonne Arbeitsfelder entzogen worden waren, war des Lieblingskollegen Idee goldrichtig um mir wieder neue Perspektiven zu geben und mein geknicktes Selbst zumindest ein bisschen wieder aufzurichten. Mit dem Wissen, dass er über 20 Jahre lang alleiniger Chef für das Orchester war, ehrte mich die Frage besonders, denn sowas gibt man nicht „mal eben so“ an jemand anderes ab, auch nicht teilweise.

Und so teilen wir uns seit diesem Schuljahr jeden Montagabend den Platz am Dirigentenpult. Für mich gerade eine echte neue Herausforderung. Während er natürlich nach 20 Jahren eine Probe auch ohne Vorbereitung locker aus dem Ärmel schüttelt, sitze ich in meinen Hohlstunden vor meinen Partituren und übe, so wie man ein Instrument übt und überlege mir die nächsten Probenschritte.

Gleichzeitig – auch das ist neu – spiele ich dieses Jahr Bassklarinette im Orchester, wenn der Lieblingskollege dirigiert. Unsere Schlagwerkssektion habe ich die letzten zwei Jahre so gut erzogen, dass ich dort gerade nicht gebraucht werde, gleichzeitig fiel dieses Jahr unsere Bassklarinettistin aus. Vom höchsten Melodieinstrument Glockenspiel ins Bassregister zu wechseln… auch spannend.

Nun ist der Montag also mein persönlicher Höhepunkt der Woche. Heute war der Lieblingskollege verhindert und ich hatte erstmalig die zwei Stunden mit dem Orchester alleine. Und ich hab mich gefreut wie Bolle, als nach der Probe einer unserer Erwachsenen im Orchester, ungefähr gleichalt wie ich, der eigentlich nie was sagt, an mir vorbeilief, mir in den Oberarm boxte und rief „Bra jobbat!“ (Gut gemacht!)

Und ein Video vom letzten Herbstkonzert (2016).