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8. Dezember: Halbzeit


Erledigte Konzerte im Advent (Jonas/Annika/Gesamt): 3/1/4
Noch zu spielende Konzerte im Advent (Jonas/Annika/Gesamt): 3/6/9

Am Samstag war Halbzeit was meine Adventskonzerte für dieses Jahr anbelangt, Annika hat das meiste noch vor sich. Bachs Weihnachtsoratorium, das große Streicherabschlusskonzert und gestern Jul i GA (Weihnachten in der Gustav-Adolfs-Kirche), wahrscheinlich das traditionsreichste Konzert der Kulturschule, liegen hinter mir, Händels Messias und zwei kleinere Konzerte mit Solisten und kleinen Streicherensembles noch vor mir.

Jul i GA gibt es meines Wissens nach seit mindestens dreißig Jahren, vielleicht auch schon länger. Dieses Jahr war jedoch einiges anders: Der Kollege, der seit vielen, sehr vielen Jahren die Hauptverantwortung hatte, ist seit den Sommerferien im verdienten Ruhestand. Es war also an der Zeit, dass wir jüngeren Kollegen das Ruder in die Hand nahmen.

Bisheriges Hauptmerkmal von Jul i GA war ein größeres Werk für Chor und Orchester/Ensemble: hierfür habe ich zum Beispiel 2016 mein Stück Tomten geschrieben, was nur durch einen weiteren externen Chor mit ausreichend Männerstimmen möglich war.

Dieses Jahr wollten wir das Konzert aber ohne externe Hilfe auf die Beine stellen: Mitwirkende waren ein aus mehreren Chören zusammengesetzter Frauenchor, das Gitarrenorchester, unser Streichorchester, eine Solistin sowie mehrere Lehrer. Jedes Ensemble hatte ein wenig eigenes Programm und zum Schluss haben wir dann alle zusammen zwei Weihnachtslieder gespielt und gesungen, arrangiert von mir. Darunter die in Schweden sehr populäre Julvisa von Jean Sibelius mit einem sehr schönen Text von Mikael Wiehe. Leider hat Annikas Handy gestreikt daher fehlt das Vorspiel:

Zum Konzertabschluss wurde es aber doch wieder traditionell: Seitdem es Jul i GA gibt, steht am Schluss Dagen är kommen, die schwedische Version von Adeste fideles/O Come All Ye Faithful/Herbei, o ihr Gläub’gen oder Nun freut euch, ihr Christen oder welche Version man nun anführen will. Um der Tradition genüge zu leisten, musste noch das richtige Arrangement gewählt werden: drei Strophen vierstimmiger Choral, eine Strophe mit Oberstimme und eine dramatisch-festliche letzte Strophe für das richtige Weihnachts-Gänsehaut-Feeling.

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7. Dezember 2011 – Kom ge mig värme, ge mig ljus


Heute wird’s besinnlich: Jean Sibelius‘ (1865–1957) Klavierlied Julvisa op. 1 Nr. 4 von 1895 ist in Finnland schon längst ein Klassiker – immerhin ist Sibelius Finnlands Nationalkomponist. Dabei war der Text ursprünglich schwedisch und erst 1909 erschien eine finnische Übersetzung, aber da Sibelius selbst Finnlandschwede war und sich im finnischen Nationalismus einfach alle versammelten, die gegen Russland waren, hat das wohl kaum jemanden gestört.

Auch in Schweden ist das Lied beliebt. Sofia Karlsson singt es hier begleitet von Peter Asplund (Trompete), Sofie Livebrant (Klavier) und Dan Berglund (Bass) mit einem neuen Text des schwedischen Liedermachers Mikael Wiehe: Kom ge mig värme, ge mig ljus (Komm, gib mir Wärme, gib mir Licht).

Kom ge mig värme, ge mig ljus,
i denna mörka tid,
när skuggor hukar kring vårt hus
och allt är köld och is.
Och tänd en stjärna i mitt bröst
som ge mig glädje, tro och tröst
och säg att vintern har ett slut
också i människans liv.

Nu samlas vi som stormen spritt
med höstens vissna blad
till ljusets fest i mörkrets mitt
i släkt och vänners lag
och firar livets hemlighet,
den som vi innerst inne vet,
att vintern följs av vår till sist
som natten följs av dag.