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13. Dezember 2012 – Schwedische Weihnacht anno dazumal


Weihnachtstraditionen verändern sich. Wer weiß, ob die Menschen in diesem Video Kalle Anka alias Donald Duck überhaupt gekannt haben? Den SVT-Adventskalender gab es auf jeden Fall noch nicht (mangels Fernsehen in Schweden) und der jultomte war noch inspiriert von Wichteln und nicht von Coca-Cola – angeblich war es übrigens ein skandinavisch-stämmiger Werbegrafiker, der 1931 Santa Claus für die Werbekampagne der Coca-Cola-Company zeichnete und so dessen modernes Bild prägte.

Von wann dieser Film genau ist, lässt sich wohl nicht genau sagen. Ich habe eine Seite gefunden, auf der das Jahr 1951 genannt wird. Andere Kommentare vermuten eine frühere Entstehung, es gab ja auch aus den 30er Jahren bereits Farbfilme. Irgendwelche Experten hier, die anhand von Einrichtung, Kleidung, Filmtechnik etc. eine genauere Analyse wagen möchten?

Und für die noch bessere Wochenschauatmosphäre das ganze in schwarz-weiß:

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6. Dezember 2012 – Wo wohnt der Weihnachtsmann?


Wo wohnt der Weihnachtsmann? Diese Frage wird sich wohl nie endgültig klären lassen. Möchte man ihm einen Brief schicken gibt es in jedem Fall eine ziemlich große Zahl möglicher Adressen. Da wäre zum Beispiel

An den Weihnachtsmann
D-99706 Himmelsberg

oder

An den Weihnachtsmann
D-21709 Himmelspforten

oder auch

Postamt Christkindl
Christkindlweg 6
A-4411 Christkindl

In Irland reicht anscheinend diese vage Angabe:

Santa
North-Pole

Aber statt lustiger Wichtel sitzen am Ende wahrscheinlich doch nur griesgrämige Postbeamte an diesen Adressen und drücken Stempel auf Briefmarken; und auch in 173 00 Tomteboda nimmt wohl Tomten die Briefe nicht persönlich in Empfang.

Möchte man den Weihnachtsmann wirklich einmal treffen, könnte man es vielleicht in Finnland in Rovaniemi versuchen, wo es das Weihnachtsmannland Santa Park gibt. Einen ähnlichen Vergnügungspark gibt es im mittelschwedischen Mora, das Tomteland. Aber ob sich der Weihnachtsmann eine Achterbahn vor die Haustür stellen lassen würde? Vielleicht wohnt er ja doch in Korvatunturi in Nordfinnland, denn hier wurde der Versuch, einen Vergnügungspark zu bauen, vereitelt. Auf Intervention des Bärtigen persönlich?

Gibt es am Ende vielleicht gar mehrere Weihnachtsmänner? Wie sonst ließen sich die Winterspiele der Weihnachtsmänner in Gällivare erklären? Das diesjährige Spektakel ist allerdings schon vorbei, auch hier besteht also keine Chance mehr auf ein persönliches Treffen.

Damit wäre zwar immer noch nicht geklärt, wo er denn nun wohnt, der Weihnachtsmann. Aber die nächsten Tomtarnas julspel kommen bestimmt, vielleicht müsste man ihn da einfach einmal persönlich fragen?

Das Video muss man leider direkt auf YouTube ansehen. Einfach oben auf play klicken und dann dem Link folgen.

21. Dezember 2011 – Julbocken


Angeblich hat der allmächtige Coca Cola-Konzern 1931 den Weihnachtsmann mit rotem Mantel und Rauschebart erfunden – das behauptet der Konzern zumindest von sich, auch wenn diese Tradition offensichtlich einige Jahre älter ist und auf noch viel ältere Bräuche zurückgeht. Selbst die Frage, ob Coca Cola mit seinen alljährlichen Werbekampagnen einen entscheidenden Anteil an der Verbreitung des Weihnachtsmanns hatte, ist umstritten. Eins ist aber sicher: Bevor der dicke, alte Mann mit Bart, Mantel und Mütze die Geschenke brachte, war die Welt der Gabenbringer wesentlich bunter. Während in Deutschland das Christkind kam, waren in Spanien die Heiligen Drei Könige für Geschenke zuständig, in Italien gab es die Hexe Befana.

Auch Schweden hatte früher seinen eigenen Lieferanten schöner Dinge. Wie in vielen anderen Ländern ist Julbocken (der Weihnachtsbock) aber mittlerweile vom Weihnachtsmann abgelöst worden. Heute findet man ihn in erster Linie aus Stroh geflochten (sogenanntes halmslöjd) als kleinen Weihnachtsbaumschmuck, aber auch als überlebensgroßes Wahrzeichen der Stadt Gävle. Übrigens geht auch diese Tradition auf heidnische Rituale zurück: Der Bock steht für die jährlich wiederkehrende Fruchtbarkeit der Erde und symbolisiert den Donnergott Thor.

En jul när mor var liten
hörde hon hur någon en kväll
stod där ute och stampa
och gav dörr’n en smäll.
In där klev en julebock,
skäggig och med luden rock.
Han tog ur en påse
små paketer opp.

Mor, hon fick en docka,
mycket söt och riktigt klädd.
Men när bocken hoppa,
oj vad hon blev rädd.
Mor, hon har en bror du vet,
han fick också sitt paket
och i det han fann en
trumma och trumpet.

Nu är bocken gammal.
Han är nog båd’halt och grå.
Men han kanske hittar
hit till oss ändå.
Stiger in med påsen stor,
ser sig kring och frågar mor:
”Ar det här, de glada,
snälla barnen bor?“

Vorgezogener Nachtrag

Da das Video oben in Deutschland bestimmt wieder nicht funktioniert, hier direkt eine Alternative: