Die Ersten der Saison


Am Dienstag habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Aber sie waren nicht schön. Ziemlich matschig, irgendwie schon fast verfault. Und teuer, so richtig. Umgerechnet fast fünf Euro. Ich hab sie links liegen gelassen und bin einfach weiter gegangen. Heute konnte ich das nicht mehr. Sie waren immer noch teuer, fast vier Euro pro Pfund, aber wunderschön, klein und rot, und geduftet haben sie.

Frisch und fotogen

Erdbeeren benötigen zum Reifen zweierlei: Licht und Wärme. Wärme macht sie süß, groß und rot, Licht macht sie aromatisch. Daher sind spanische Treibhauserdbeeren riesige Wasserballons, während deutsche nach viel mehr schmecken. Ich habe das selbst mal im direkten Vergleich erlebt, als ich mit einem Pfund Erdbeeren aus England auf die Fähre stieg und bei der Ankunft ein Pfund französische kaufte: Auf der Insel waren sie etwas säuerlicher, aber sehr aromatisch, die französischen hatten nicht so viel Aroma, dafür waren sie süßer.

Serviervorschlag – warum sollte man nicht gesundes Obst mit viel Sahne ausgleichen?

Die Rechnung ist also eigentlich einfach: Je weiter nördlich die Erdbeere wächst, desto mehr Licht bekommt sie, denn obwohl die Tage länger sind sorgen die niedrigeren Temperaturen für ein langsameres Reifen. Deshalb sind skandinavische Erdbeeren angeblich so verdammt lecker. Und das werden wir gleich mal ausprobieren.

Das improvisierte Fotostudio – was wohl die Nachbarn jetzt denken?
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